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Papst Johannes Paul IL - Vermächtnis und Visionen
Als Karol Wojtyia, der Kardinal von Krakau, 1978 zum Papst gewählt wurde, hielt die Menschenmenge auf dem Petersplatz den Atem an: Niemand hatte erwartet, dass ein Mann aus Polen, aus einem Land hinter dem Eisernen Vorhang, das Amt des Nachfolgers Petri antreten würde. Johannes Paul II. war immer wieder für Überraschungen gut, die seinem Pontlfikat eine ganz eigene Note und zugleich eine besondere Art von Fruchtbarkeit verliehen.
Erinnern wir uns an die Begeisterung, die der junge kraftvolle Papst in den ersten Jahren seines Pontifikats ausstrahlte. Seine Botschaft »Öffnet Eure Herzen für Christus, den Erlöser!« berührte die Herzen vieler. Seine Offenheit für die Fragen der Zeit, sein Mut zum Ungewöhnlichen, seine Lust am Leben, sein Ausbrechen aus ungewohnten Ordnungen und Formen und seine kraftvolle Verkündigung gaben der Kirche eine jugendliche Frische, die den Gläubigen neue Hoffnung schenkte und nicht wenige Skeptiker zum Nachdenken brachte.
Die Liebe zu den Menschen und der Auftrag, die Brüder und Schwestern im Glauben zu stärken, trieben Johannes Paul II. auf die Straßen der Welt und machten ihn zu einem unermüdlichen Pilger auf allen Kontinenten. Kein Papst vor ihm verkündete so vielen Menschen und Völkern das Evangelium. Freilich blieben Unverständnis und Kritik nicht aus. Immer wieder versuchte man, den Menschen vorzuhalten, dass doch niemand für die Kirche Interesse habe und die Botschaft des Papstes längst überholt sei. Aber die Macht seines Amtes und seiner Persönlichkeit war noch stärker als alle Vorurteile, die aufgebaut wurden. Gerade diejenigen,