Bővebb ismertető
Die Welt ist anders geworden Der Verfasser dieser Zeilen ist kurz nach dem Ersten Weltkrieg in einem kleinen Dorf in Hessen geboren. Er erinnert sich noch gut an die Lebensverhältnisse, die dort in den zwanziger Jahren herrschten. Vor ein paar Monaten weilte er nach langer Zeit wieder in seinem Heimatort. Die Landschaft hatte sich nicht verändert. Auch viele alte Häuser standen noch. Viele Menschen erkannten den Besucher und unterhielten sich mit ihm über die Zeit seiner Kindheit. Aber es war nicht mehr das alte Dorf. In den Häusern, auf den Höfen, auf der Straße hat die Maschine Einzug gehalten. Ein Industriebetrieb hat eine völlig neue Siedlung um sich versammelt. Der Bach, der früher das Dorf durchschlängelte, war verschwunden. Über seinem betonierten Bett zog sich eine breite Asphaltstraße. Aus den Wohnungen schallten die Geräusche von Radio und Fernsehen. Nur noch ein kleiner Teil der Bewohner ernährte sich vom Ackerbau. Die meisten waren Arbeiter geworden, im dörflichen Industriebetrieb oder irgendwo im Land. Es ging ihnen viel besser als früher. Unterhielt man sich mit ihnen, so merkte man: Sie sprachen zwar die gleiche Sprache wie vor dreißig Jahren. Doch ihre Gedanken kreisten um ganz andere Dinge als damals. Der Besucher dachte: Über viele hundert Jahre hinweg hat sich das Dorf nur allmählich gewandelt. Wie noch nach dem Ersten Weltkrieg lebten schon zur Reformationszeit die meisten Einwohner von ihrem Boden, vom Handwerk und von der persönlichen Dienstleistung. Kirche und Dorfplatz waren der Mittelpunkt des Ortes. Die Stadt lag weit. Wer sie besuchte, wußte das als ein Erlebnis zu schätzen. Man lernte zwar auch in der Dorfschule Wissenswertes