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Die Pferde unter der Haube
Während des ersten Weltkrieges hatten sich die Kraftfahrzeuge unter eindeutig militärisch bestimmten Aspekten entwickelt. Gleichzeitig mußten die angestrebten Lösungen zwangsläufig der spezifischen Mangelsituation des deutschen Imperialismus entsprechen — die Motoren sollten auch mit Benzol- und Spirituszusätzen laufen, die Räder statt auf Pneus auf Holz-Eisen-Reifen rollen. Was dabei herauskam, waren Notbehelfe, aber kein technischer Fortschritt. Nach dem Krieg schloß daher die Entwicklung dort an, wo sie über vier Jahre vorher aufgehört hatte; die Autos aus beiden Zeitabschnitten glichen sich so, als wäre nie eine Lücke von einem halben Jahrzehnt dazwischen gewesen.
Aber wenn auch die Autos zunächst die gleichen waren — die Zeiten hatten sich geändert. Einerseits lag es im Unternehmensinteresse der Kraftfahrzeugindustrie, wenn die Motorisierung nicht mehr nur eine Angelegenheit von Tausenden blieb, sondern Hunderttausende erfaßte. Andererseits waren diese potentiellen Kraftfahrzeugbesitzer während des Krieges im Gegensatz zu den Fabrikanten nicht reicher, sondern ärmer geworden. Als notwendige Konsequenz ergab sich daraus, daß sich im Kraftfahrzeugbau Leistung nicht mehr mit Luxus, sondern mit Wirtschaftlichkeit und besseren Gebrauchseigenschaften verbinden mußte. Im Prinzip lassen sich Anfang der zwanziger Jahre drei verschiedene Richtungen im Motorenbau unterscheiden.
Die normalen Gebrauchswagen waren relativ schwach motorisiert; niedrige Drehzahlen und niedrige Verdichtung kennzeichneten ihre Motoren. Das traf auch auf eine große
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