Bővebb ismertető
Meister der modernen Kunst
PAUL KLEE
von Denys Chevalier
Paul Klee stammt aas Münchenbuchsee nahe bei
Bern, und die Schweizer lieben ihn sehr, wie auch
die Deutschen, von denen er in der Jugend entschei-
dende Anregungen empfangen hat, unter denen er
lehrte und wo man ihm unter dem Nationalsozia-
lismus die Ehre antat, 102 seiner Bilder als «ent-
artet» zu beschlagnahmen.
Entartet waren sie freilich nicht, aber naiv und
fröhlichen Kinderbildern verwandt. Schon vor dem
ersten Krieg gewannen seine Zeichnungen und
seine zarten Gemälde eine Bildsprache voller Er-
regung, mit surrealistischem Ausdruck und starker
Verinnerlichung, die ihn zum ersten deutschen
Maler des zwanzigsten Jahrhunderts von internatio-
naler Geltung machten.
In diesem Buch kommen vor allem die farbigen
Bilder von Paul Klee zur Geltung, und die Wie-
dergabe ist darauf abgestellt, ihrem wechselnden
Charakter von großer Zartheit zu Anfang bis zu
kräftigen Farbklängen gegen Ende der dreißiger
Jahre liebevoll zu folgen.
Der französische Verfasser zeigt Paul Klees Stel-
lung innerhalb der Internationale der Großen und
wertet seine Musikalität, die Poesie der Bilder und
ihrer Titel und überhaupt seine ganze Erscheinung,
und findet aus dieser Sicht Gründe genug, um Klee
mit Jean Paul, Novalis, Eichdorff, Arnim und
Brentano in Verbindung zu bringen. Deswegen
kommen die Impulse, die ihm von Kandinsky,
Marc, Macke und Kubin und auch Picasso kamen,
nicht zu kurz, noch das Erlebnis der tunesischen
Reise oder die Jahre der Lehrtätigkeit am Bauhaus
von 1921 bis 1930.
Paul Klee lebte von 1879 bis 1940 und etwa von
1912 an gehen in Form, Farbe und Inhalt stärkste
Wirkungen von ihm auf Zeitgenossen und Maler-
freunde aus. Die Zeichen seiner Bilder, die Sprache
der farbigen Gegensätze und die heitere, liebens-
würdige Ironie seiner Darstellungen werden in
diesem Buch aus Text und Wiedergaben sehr
deutlich, so daß hier eine verständnisvolle Einfüh-
rung in das Werk von Paul Klee geboten ist.