Bővebb ismertető
Wenn es doch nur einmal zurückwiche, wenn es doch - plötzlich, in einer Nacht - schrumpfte und austrocknete und seinen runzligen Grund freigäbe mit allen Geheimnissen! Auf der Düne, am Strand, auf der Mole: Immer wieder hab ich's mir gewünscht, daß das Meer sich nur einmal entleerte, verginge, verdampfte und daß zum Vorschein käme, was in lichtloser Tiefe ruht. Prompter kann sich ein Wunsch gar nicht einstellen. Kaum stehe ich vor dieser dünenden Weite, versuch ich mir auch schon auszudenken, was tief unten, unter gleichmütig anlaufenden Wellen verborgen ist, was dort lauert und treibt und trudelt.Und ich denk mir glitzernde Schlammfelder und ermattete Tangwälder, bilde mir unterseeische Gebirge ein und Muschelbänke und feine, aufgeworfene Sände, die geduldig auf einen Schiffskiel warten. Gleich steigen auch Stimmungsbilder auf: Ein einsamer Heringshai streicht durch ein lautloses Atlantis; in den Wanten des schnellen Salpeter-Seglers Mary Andersson, der mit sanfter Krängung auf Grund liegt, hängt ein toter Albatros; von großäugigen Sepien umspielt, treibt der zu Lebzeiten immer fröhliche Bootsmaat Jan Vollmer durch grüne Dämmerung, und neben der muschelbewachsenen Kara-velle Esperanza schnappt eine Muräne nach den blitzenden Dublonen, die aus der geborstenen Schiffskiste herausrieseln. Groß ist die Beute, die das Meer in tausend Jahren gemacht hat, groß dürfen deshalb auch die Erwartungen sein.