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ERSTES KAPITELJetzt endlich erging es den Zosimos gut. Doch vor sechzehn Jahren, als sie frisch vermählet waren, mußten Gisue und Filo-nia quälenden Hunger ertragen, Hunger von der Art, der einen gar noch den schwarzen Rauch aus der Öllampe einatmen und herunterschlucken läßt. Sie waren Kinder und Kindeskinder von Taglöhnern, und Taglöhner waren auch sie selber, Landarbeiter, die, je nach Jahreszeiten, zusammenkamen und von Lehen zu Lehen zogen, immer auf der Suche nach Arbeit, wie die Erntezeiten es erforderten, und hatten sie Arbeit gefunden, konnten sie sich des Glücks erfreuen, einige Wochen lang etwas zu beißen zu haben, zum Beispiel einen Kanten Brot mit was drauf, und das konnte ein Stück Käse sein oder eine Sardelle oder eine Caponata aus Auberginen. Des Sommers schliefen sie bei Nacht im Freien unterm gestirnten Himmel; winters schliefen sie zu viert oder fünft in einem Strohschober und wärmten sich mit ihrem Atem.Eines Morgens, als die Ernteschar aus an die dreißig Menschen, Männer und Frauen, Alte und Kinder, vom Lehnsgut Trasatta zum LehnsgutTumminello aufbrach, hatten Gisue und Filönia von weitem eine Stimme vernommen, die näher kam und sich wieder entfernte, je nachdem wie der Wind sich drehte. Ihnen war, als wäre es die Stimme eines Sterbenden. Und sie rief:Bei den heiligen Seelen im Fegfeuer, errettet mich! Hört doch! Zu Hilfe, ihr Leute! Im Namen Gottes, ziehet mich doch hier heraus!Gisue sagte zu Filönia, die sich angesichts dieser klagenden Stimme sehr erschreckt hatte, weil sie ihr von einem Geiste oder von einer verdammten Seele zu kommen schien, sie solle wieder zur Gruppe gehen, die weiter vorausgegangen war, ohne etwas gehört zu haben, doch sie dürfe niemandem etwas sagen. So eilte