Bővebb ismertető
Vorwort
Das vorliegende Buch will die einzige umfangreichere Autobiographie erschließen, die bislang aus der älteren osmani-schen Literatur bekannt ist. Sie ist deshalb von besonderer Bedeutung, weil sie die Ereignisse in den großen Türkenkriegen einmal von der anderen — nämlich der türkischen — Seite darstellt und die Leiden und Nöte eines Einzelschicksals schildert. Schlicht und unterhaltsam erzählend, hat uns 'Osmän, der Sohn Ahmeds, ein Zeitbild von unmittelbarer Lebendigkeit hinterlassen. Hier lernen wir die christliche Welt und vor allem die Kaiserstadt Wien, in der er lange Jahre als Kriegsgefangener lebte, mit seinen Augen, mit den Augen eines Türken zu sehen. Durch die Berichte 'Osmäns über seine Begegnungen mit namhaften Persönlichkeiten des Habsburgerstaates erfahren wir interessante Einzelheiten über die Kultur und Politik in Österreich zur Zeit des Prinzen Eugen.
Unsere Arbeit konnte teilweise auf im Bonner Orientalischen Seminar entstandenen Vorarbeiten von Dr. Heinz Griesbach ('Osmän ibn Ahmed, Memoiren eines Zeitgenossen Prinz Eugens. Phil. Diss., Bonn 1950; vgl. Jahrb. d. Diss. d. Phil. Pak. d. Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn, Sommersem. 1951 u. Wintersem. 1951/52, hrsg. v. derz. Dekan Walther Holtzmann) aufbauen. Besonders das Vorhandensein einer ersten Abschrift des türkischen Textes beschränkte unsere Arbeit an der Transkription auf die Entzifferung der noch un-gelesen gebliebenen Textstellen und auf die Durchführung der erforderlichen Korrekturen und Ergänzungen; auch konnten wir einige Literaturnachweise Griesbachs mit Gewinn benützen, während wir in der Übertragung des Textes ins Deutsche durchaus selbständig vorgegangen sind.
Bei unseren langwierigen Nachforschungen in Bibliotheken und Archiven durften wir uns der Hilfe mehrerer Fachleute erfreuen, die unsere Arbeit durch Archivauskünfte, durch Beistellung schwer erreichbarer Literatur und durch wertvolle Hinweise und Anregungen erleichtert und gefördert haben. Auch von hervorragenden Osmanisten diesseits und jenseits der Grenzen des deutschsprachigen Raumes haben wir Unterstützung durch Rat und Tat erfahren.
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