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Leid ohne Trost?
Warum das Leid? Diese uralte Frage stellt sich immer wieder neu. Katastrophen und Kriege, Trauer und Tränen, Kummer und Schmerzen, Elend und Not, Verzweiflung und Enttäuschungen: Die Frage nach dem Leid will nicht verstummen. Jeder ist betroffen. Auch Christen. Leid und Schmerz gehören zu den grundlegenden Erfahrungen des Lebens.
Die Frage nach Gott im Leid dieser Welt schreit zum Himmel. Atheisten und Christen - sie alle bewegt dieses Thema. Überall ist es zu hören: »Wie kann Gott das nur zulassen?« - »Wo ist denn Gott in all dem Leid?« - »Das soll ein Gott der Liebe sein ?« Das vmhlt uns auf. Das geht an den Lebensnerv.
Hier gibt es keine Patentantworten. Vorschnelle Rezepte werden dem Problem nicht gerecht. Auch die fromme Antwort kommt einem nicht mehr über die Lippen, wenn man selber vom Leid betroffen ist.
Stehen wir mit unserer Frage im dunkeln? Gibt es keine Antwort? Denn das hieße ja auch, es gäbe keinen Trost. Sind wir mit unserem Leid allein gelassen? Fürjeden nachdenkenden Menschen stellt sich diese Frage: Wozu das Leid? Was ist sein Sinn? Ja, hat es überhaupt einen Sinn?
Der folgende, zum Druck erweiterte Vortrag will Hilfestellung geben, die Frage nach dem Leid zu durchdenken. Es ist mein Wunsch, daß Christen Ermutigung erfahren. Und daß Menschen ohne Bindung an Jesus Christus bereit werden, in ihm den Tröster zu entdecken.
Peter Hahne
Mainz, im Oktober 1987