Bővebb ismertető
Essipaure (Aethansáure, Acetylsáure, acidum aceticum), die zweite und wichtigste ^ Sáure in der Reihe der eigentlichen Fettsáuren /deren Antangsghed die Ameisensaure bildet. Die Essigsaure besitzt die ZusLmmen-setzung C2 i/4 0% gemáss ilirer Konstitution: CH.COOH. Sie findet sich im riianzenreich sowohl im freien Zustande als auch in Form ihrer Salze und Jiister; ebenso ist sie in tierischen Sekreten (Schweiss, Harn, Gallé) enthalten. i VleJ,eme.' ,wasserfi;eie Essigsaure (Eisessig, acidum aceticum glaciale) ist eme stark sauer riechende rhissigkeit, welche bei niederer Temperatur in grossen, blatterigen (bei 16,7 o schmel-f^) K^ta"en erstarrt. Der Siedepunkt liegt bei 118 0 Und das spez. Gewicht ist bei 20 o 1,0497. Mit Wasser, Alkoliol, Aether, Chloroform, Glycerin ist die Essigsaure in allén Ver-haltmssen mischbar. Bei der Mischung mit Wasser findet anfangs eine IContraktion statt; das spez. Crew. mmmt demgemass zu, bis die Lösung die Zusammensetzung des Hydrats CH3 COOJl u. H20 besitzt, entsprecliend einem Gehalt von 77,80 % Essigsaure. Bei weiterem AVasser-zusatz uimmt das spez, Gew. wieder ab und ist bei einer 43 °/0 Lösung gleicli dem des Eisessigs. Im Handel kommen neben dem Eisessig noch zwei Sortén vor: eine mit 24 °/0 Wasser, die Essigsaure des Arzneibuchs, und eine verdünnte mit 30% Essigsaure (Acidum aceticum dilutum).Der Dampf wasserfreier Essigsaure brennt mit blauer Flamme. Sie zieht energisch Wasser an und ist ein ausgezeichnetes Lösungsmittel für Harze, Oele, Kampher, Schiessbaumwolle, Phosphor und Scliwefel in kleinen Mengen? die Halogéné und Halogenwasserstoffsáuren, Chromsaure etc. Eine starke ein-basisehe Saure, rőtet sie Lackmus, treibt aus Karbonaten Kohlensáure aus und bildet mit Metalloxyden Salze, clie sogen. Acetate (s. u.). Durcli Sub-stitution der Wasserstoffatome der Methylgruppe entstehen Derivate, welche in ihren Eigenschaften den Charakter der Stammsubstanz grösstenteils bewahrt liaben, wie die Clüoressigsauren u. a. Ferner ist sie von einer ungemeinen Be-stándigkeit, namentlicli gegen oxydirende Mittel.Zur Prüfung auf ihre Reinheit versetzt man sie mit cinem Tropfen einer Kalium-permanganatlösung; derselbe darf nicht entf árbt werden. Zu ihrem Nachweis stellt man durcb. gelindes Erwarmen eines ihrer Salze mit gleichen Volumen Alkohol und konzentrirter Sckweíelsaure den charakteristisch erfrischend riechenden Essigather (s. u.) dar. Eine áusserst empfindliche Probe ist die sog. K ako d y 1 pr o b e, welche darin besteht, dass man ein Alkali-acetat mit arseniger Sáure erhitzt, wodurcli der betáubende und widerliche Geruch des Kakodyloxyds (As (CH3)2 0 As (CH^) auftritt. Schliesslich leistet die Analyse des Silber-salzes Bestimmung des Silbers ausgezeichnete Dienste, um zu entscheiden, ob Essigsaure alléin oder ein Gemenge homologer Fettsauren vorliegt.Die Essigsaure ist ein háufig auftretendes Produkt der Yerwesung und Gárung vieler organisclien Substanzen; sie entstelit bei der trockenen Destillation von Holz, Zucker, Weinsaure, ferner als Oxydationsprodukt vieler Kohlenstoff-verbindungen. Die technische Gewinnung der Essigsaure, die Essigfabrikation, gründet sich auf die Entstehung der Sáure einerseits durcli Oxydation von Aetyl-alkohol, bezw. alkoholhaltigen Flüssigkeiten, andererseits durch Destillation von Holz. Die Darstellung der reinen konzentrirten Essigsaure erfolgt durch trockene Destillation von Holz. Als Material dienen am besten Laub-hölzer, weniger gut Nadelhölzer, namentlicli aber Buchen-, gescháltes Eichen-und gescháltes Birkenholz, welches man bei Abschluss von Luft in eisernen Retorten erhitzt.Diese 1__2 m weiten, 1,510 m langen Retorten sind aus 0,61 cm starken Platténvon Schmiedeeisen oder Stahl gebaut und stelien durch ein heberförmiges Rohr mit dem Kühler in Verbindung. Zum Auffangen der Destillationsprodukte dienen verschiedene Geíasse, von denen dasjenio-e, welches den Holzessig aufnimmt, aus einem eisernen oder gemauerten Behalter besteht, da Mauerwerk und Eisen der Essigsaure am besten Widerstand leisten. DieLueger, Lexikon der gesamten Teclinik. IV.1