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ABREISE
Kurze Zeit nur, kaum fünf Minuten nachdem der junge von Muhr die Überreste seines gewohnten Mittagsmahles, bestehend aus einem halben erdbraunen Soldatenbrot, etwas Butter, zwei kleinen runden Käsen und drei Tomaten sowie etlichen noch nicht ganz reifen Birnen, in eine Schublade verschlossen hatte, brachte der Briefträger, rotgesichtig strotzend und mit blondem Schnauzbart, einen Brief und ein umfangreiches, ,,eingeschrieben" gesandtes Paket; und der Empfänger erblich vor Scham, weil der wohlgenährte Beamte jene fünf Minuten eher hätte eintreten können; so aber ver^ mochte er, etwas blaß, jedoch in vollkommener Haltung, die seinem gutgeschnittenen Anzug aus grauem Stoff entsprach, den Empfang zu bescheinigen und dem Überbringer ein Trinkgeld auf den Tisch zu legen, das die Kosten der eben genossenen Mahlzeit um zehn Pfennig überstieg; der Name ,,Hubert von Muhr" stand in großen harten Lettern, ohne jedes Zittern der schreibenden Hand hingesetzt, in dem amt« liehen Buche, das der Bote zusammen mit seinem Lohn dan< kend einsteckte. Muhr sah zu, wie Welt und Hoffnung zu Gallert erweichten und verfielen, drehte mit toter und sanfter Ruhe, die eine völlig erledigte Angelegenheit zu begleiten pflegt, die Zigarette und las aus Gründen des Anstandes den Brief, mit dem der Verleger — der dritte, dem er es gesandt —