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Vorwort.
urch die Einheit in der Liturgie die Einheit im Glauben auszusprechen und kundzugeben,1) war vor und nach Gregor dem Grossen, dessen vor dreizehnhundert Jahren erfolgte Erhebung auf den Stuhl Petri in diesem Jahre zu Rom in besonderer Weise gefeiert werden wird, das Bestreben des römisch-katholischen Kirchenoberhauptes und der Organe desselben.
Wenn im Laufe der Jahrhunderte, teils durch Sorglosigkeit und Unachtsamkeit, teils durch üble Gewohnheiten und eigenwilliges Eingreifen einzelner Personen, Störungen und Verschiedenheiten ernstlicher Natur zu Tage traten, so wusste die Autorität immer die richtigen Mittel und Wege zu finden, um wieder allmählich zur Einheit zu führen.
Als sich vor dreissig Jahren und früher zahlreiche unter einander verschiedene Antiphonarien, Gradualien, Ritualien u. s. w., welche den römischen Choralgesang zu enthalten vorgaben, an den Chorsänger herandrängten, pflegte er sich nach eigener Wahl und Anschauung für die eine oder andere Ausgabe zu entscheiden. Wohnte
Joh. Cottonius schreibt im 11. Jahrh. (Gerb. Script. Tom. II. p. 260): Cum enim constet, quod unus Dominus una fiele, uno baptismate, et omnino morum unitate oblectetur, quis non credat quod idem ex mul-tiplici cantorum discordia, quam non inviti, neque ignorantes, sed voluntarie constrepunt, offendatur? „Ein Glaube, eine Taufe, Einheit in der Sittenlehre ist dem einen Herrn sicher wohlgefällig. Wer kann also zweifeln, dass Gott durch die so vielfache Zwietracht der Sänger beleidigt wird, wenn dieselben, nicht etwa unabsichtlich oder aus Unwissenheit, sondern mit Vorsatz und aus Eigenwillen von einander abweichen?"