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Der Ursprung: New Orleans
New Orleans: Schwerbeladene Kähne, unter der Last der Baumwollballen ächzend, und Vergnügungsdampfer mit lärmenden Gesellschaften an Bord durchpflügen die Wassermassen des Mississippi; unter der drückenden Glut der Sonne vermischt sich der Staub der nahen Baumwollfelder mit dem Schmutz der großen Stadt; in den Docks liegen nachts betrunkene Neger, aus den Saloons hört man die hämmernden Rhythmen der Ragtime-Pianos, aus den Kirchen das Stampfen und Händeklatschen der singenden Gemeinden, aus Kneipen und Hinterhöfen dringen die Schreie der Bluessänger, und durch die Straßen marschieren die lauten Jazzbands. In diesem New Orleans wurde am 26. Oktober 1911 Mahalia Jackson geboren, in der Water Street zwischen den Bahngleisen und dem Mississippi.
Der or Man River Mississippi streckt sein Delta weit hinaus in den Golf von Mexiko wie eine riesenhafte, gespreizte Hand, aus deren Fingern sich seine Wassermassen ins Meer ergießen. Mit seinen Nebenflüssen Ohio, Red River, Arkansas und dem Missouri als Quellfluß ist er der längste Strom Nordamerikas. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts, als erstmalig französische Schiffe in der Bucht von Biloxi vor Anker gingen, begann vom Delta aus die Erschließung dieses gewaltigen Stromes und der ihn umgebenden Wildnis.
Stromaufwärts, schon weit im Inneren des Landes, beschreibt der Mississippi einen großen Bogen, „crescent" genannt. An dieser Stelle, etwa 170 Kilometer oberhalb der Mündung, gründeten die Franzosen im Jahre 1718 eine Stadt, elf Blocks längs des Flußufers und sechs Blocks tief: New Orleans, ursprünglich Nouvelle Orléans, das heutige „French Quarter" oder „Vieux Carré". Das sumpfige, schwer zu kultivierende Land und das Fieberklima forderten von den Siedlern hohe Opfer. Trotzdem blühte die Stadt schnell auf und entwickelte sich, obwohl weit im Landesinneren gelegen, bereits in den ersten Jahr-
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