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VorwortSchon in den ersten Zeilen seines Buchs packt Arnold sein Thema beim Schopf. Ohne Umschweife stellt er fest: Ein positives Zeitalter für die Männer klingt aus, ein positives Zeitalter für Frauen bricht an. Die westliche Kultur und die christliche Kirche werden weiblicher, das Männliche befindet sich im Rückzug; dieser große Wandel begann schon vor über hundert Jahren. Jede große Institution des Westens, vom Militär bis zur Universität, von der Politik bis zur Religion, erfährt eine Neuorientierung von statisch männlichen (patriarchalischen) zu dynamischen weiblichen Werten. DiemeisterLMMnnerer^?eßrimieren^d. Die Achtung, die man unseren Großvätern noch wie selbstverständlich entgegenbrachte, ist vom Wind verweht, ^Jänner können sich pit den Rollen, die ihre Väter noch ausfüllten, nicht problemlos.anfreunden. Die Begabungen, die den Männern Hochachtung eintrugen, gelten heute als häßlich. Die Fähigkeit der Männer, bis an die Grenzen zu gehen-etwa ihre Fähigkeit, bis ans Ende der Welt oder auf den Mond zu gehen-Die Straße der Zügellosigkeit führt zum Palast der Weisheit (Blake)-scheint heute gefährlich, widersinnig und wenig verlockend.Wenn ein Mann heutzutage über das Elend der Männer schreibt, geht der Beobachter meist davon aus, daß der Autor zum Patriarchat zurückkehren will. Doch Arnold sagt: Das dynarnisch feminine Zeitalter des Wassermanns ist angebrochen, man kann und darf nichts tun, um es aufzuhalten. Männer und Frauen müssen heute über die Schinerzen der Männer sprechen können, ohne daß wir gleich davon ausgehen, daß der Autor eine Lösung anzubieten hat. Problem ist Problem, Verlust ist Verlust, Trauer ist Trauer - es ist wichtig, einfach nur darüber zu schreiben. Dieses Buch unterscheidet sich von anderen Büchern über den Mann von heute: Es wendet sich an Leser, denen Spiritualität, das Christentum und die Kirchen am Herzen liegen. Patrick M. Arnold merkt zu Recht an, daß sich die Kirchen erst sehr spät in die Krise der Männer einschalteten; die Bilder für die Trauer der Männer stammen nicht von Priestern. Darüber hinaus merkt er an, daß sich die Priesterseminare überall in der westlichen Welt in jüngster Zeit mit verweiblichten Männern füllen. Viele Studen-11