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Prolog (Vers 1-76)
Als allererstes wünsche ich ein glückliches Geschick - für mich! - und euch, mein Publikum. Ich bring euch Plautus, rezitiert und nicht nur in der Hand. Ich bitte, nehmt ihn mit geneigten Ohren auf. Jetzt hört den Inhalt unsres Stückes, paßt schön auf, idi will so kurz wie möglich sein.
In den Komödien halten es die Diditer so: Sie tun, als ob die ganze Sache in Athen geschieht, damit das Spiel euch dadurch desto griechischer erscheint. Doch nenn ich euch als Schauplatz nur den Ort, wo, wie es heißt, die Sache auch geschah. Insofern ist dies Lustspiel griechisch. Attisch freilich nicht, schon eher sizilianisch. Dies als Vorspruch zu dem Inhalt, den ich euch jetzt Maß um Maß serviere, nicht mit Bechern, nicht mit Krügen, sondern fässerweise. Nun - für den Bericht des so bedeutungsvollen Inhalts ist man jetzt wohl präpariert:
Es war einmal ein Kaufmann - älter schon - zu Syrakus, der Zwillingssöhne hatte; beide sahn sich derart ähnlich, daß die Amme, die den Kindern ihre Brüste gab, die zwei nicht unterscheiden konnte, selbst die Mutter nicht, die diese zwei gebar. So hat das einer mir berichtet, der die Knaben sah. Ich selber sah sie nicht; daß das bloß keiner denkt. Nachdem die Knaben mm das siebte Jahr erreichten, rüstete der Vater sich ein großes Schiff mit vielen Handelswaren aus. Den einen Zwilling nahm der Vater mit aufs Schiff, mit nach Tarent zum Markt. Den andren ließ er bei der Mutter schön daheim. Der Zufall wollte es, daß in Tarent grad Spiele waren, als er kam, und wie ja stets bei Spielen, war viel Volk vereint. Da kam in dem
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