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Mit Kunst Gross Werden Jahresbericht 2014 [antikvár]

Mit Kunst Gross Werden Jahresbericht 2014 [antikvár]

 
Ein ganz normales Museumsjahr, dieses Jalir 201^1? In gewissem Sinne sciion, denn die Ziele, die das Kunstmuseum Bern sich gesteckt hatte, wurden insgesamt erreicht: Attraltive Sammlungspräsentationen, überdies schöne, anregende Sonderausstellungen loclten eine erfreulich grosse Anzahl von Besucherinnen und Besuchern ins Haus, die Begleitprogramme stiessen auf reges Interesse, die nationalen und internationalen Kontakte wurden gepflegt und intensiviert, und schliesslich blieb das Schiff, wie der Jahresabschluss zeigt, auch in finanzieller...
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Ein ganz normales Museumsjahr, dieses Jalir 201^1? In gewissem Sinne sciion, denn die Ziele, die das Kunstmuseum Bern sich gesteckt hatte, wurden insgesamt erreicht: Attraltive Sammlungspräsentationen, überdies schöne, anregende Sonderausstellungen loclten eine erfreulich grosse Anzahl von Besucherinnen und Besuchern ins Haus, die Begleitprogramme stiessen auf reges Interesse, die nationalen und internationalen Kontakte wurden gepflegt und intensiviert, und schliesslich blieb das Schiff, wie der Jahresabschluss zeigt, auch in finanzieller Hinsicht auf Kurs. Was die längerfristigen Projekte betrifft, so stehen die Arbeiten betreffend eine Annäherung von Kunstmuseum und Zentrum Paul Klee kurz vor dem Abschluss; die als Klammer geplante «Dachstiftung» dürfte Mitte 2015 in Funktion treten. Und für das Projekt «Inhouse», das zugunsten der Gegenwarts-Sammlung eine Erweiterung der Ausstellungsfläche bringen soll, wurde eine Baubewilligung erwirkt. Es ist damit zu rechnen, dass die Bauarbeiten 2018 beginnen werden, nach dem Auszug des Instituts für Kunstgeschichte und der mit diesem gemeinsam betriebenen Bibliothek. Schliesslich wurde mit grossem Aufwand eine umfassende Zustandsanalyse der beiden Gebäude erarbeitet, im Hinblick auf eine dringend erforderliche Sanierung. Über deren Durchführung wird gegenwärtig mit dem Kanton als Subventionsgeber verhandelt. Dass 201^ dann doch nicht ein Jahr wie jedes andere geworden ist, diese Wendung hat der am 6. Mai verstorbene Cornelius Gurlitt herbeigeführt. Unmittelbar nach seinem Tod wurde zur allgemeinen Überraschung bekannt, dass er testamentarisch sein gesamtes Hab und Gut, insbesondere aber seine Kunstsammlung, die seit Monaten weltweit in den Schlagzeilen gewesen war, dem Kunstmuseum Bern vermacht hatte. Dessen Stiftungsrat und Direktion waren sich von Beginn weg bewusst, welche Verantwortung damit auf sie zukam; denn grösser als die Chancen schienen zunächst die mit der Erbschaft verbundenen Risiken zu sein: Risiken rechtlicher, wirtschaftlicher, ethisch-moralischer Natur, steht doch der von Cornelius' Vater Hildebrand Gurlitt einstmals gesammelte Kunstschatz unter dem begründeten Verdacht, er enthalte nicht wenige Werke, die als «Raubkunst» zu gelten haben. Innerhalb von sechs Monaten musste sich das Kunstmuseum zu einer Entscheidung durchringen: Annahme des schwierigen Legats oder dessen Ablehnung? Am Ende lag eine Vereinbarung vor, ausgehandelt und abgeschlossen mit der Bundesrepublik Deutschland und dem Freistaat Bayern, welche die Risiken nahezu aufhebt, jegliche Raubkunst vom Kunstmuseum Bern fern hält und es deswegen dem Stiftungsrat ermöglicht hat, am 22. November einstimmig die Erbschaft anzunehmen: Ende des ersten Kapitels eines wohl längeren Romans. Schliesslich der Dank: er richtet sich, wie üblich, an alle Personen und Institutionen, die dem Kunstmuseum im vergangenen Jahr ihre Unterstützung gewährt haben. Insbesondere gedankt sei Regierungsrat Dr. Bernhard Pulver für geschenktes Vertrauen und Rückendeckung; Dr. Marcel Brülhart für unschätzbare Dienste an allen Fronten; der international tätigen Anwaltskanzlei CMS, namentlich Dr. Beat von Rechenberg, für vorzügliche Unterstützung und Beratung in Sachen «Gurlitt»; der gesamten Crew des Kunstmuseums für riesigen und erfolgreichen Einsatz; und endlich einmal auch dem Stiftungsrat, der In seinem letzten vollen Amtsjahr zu grosser Form aufgelaufen ist, keinen Aufwand gescheut. Hervorragendes geleistet - ja, sich selbst übertroffen hat, wenn das überhaupt möglich wäre. Prof. Dr. Christoph Schäublin Präsident Stiftung Kunstmuseum Bern

Termékadatok

Cím: Mit Kunst Gross Werden Jahresbericht 2014 [antikvár]
Kiadó: Kunstmuseum Bern
Kötés: Ragasztott papírkötés
Méret: 210 mm x 300 mm
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