Bővebb ismertető
Mozarts Kanons sind im Gesamtwerk des Meisters nur ein kleiner, jedoch besonders liebenswerter Zug wie ein Rasenstück in einer grofiartigen Landschaft. Wir können sie nicht missen, wenn es um das Ganzé eines neuen Mozart=Bildes geht. Zeigt doch diese kleine Provinz eindringliche Züge des Menschen Mozart. Und indem wir an den kleinen Aufierun= gen dieser vox humana teilnehmen, wird die Ehrfurcht vor den grófién Aussagen des Genies nicht geringer werden.Unsere Sammlung bemüht sich zunachst um wissenschaftliche Genauig= keit: Die Kanons werden in ihrer Gesamtheit und nach Text und Weise in originaler Gestalt dargeboten. Was zur Aufhellung des historischen Tatbestandes zusammengetragen wurde, ist in den Anmerkungen (als Revisions=Bericht) niedergelegt. Es will der Sache dienen: einer mozart= fröhlichen Wissenschaft!Zugleich aber ist auch der nur singfreudige Leser gebeten, den Weg zu den historischen Quellen mitzugehen und dieses Büchlein als Ganzes mit= arbeitend zu erlesen.Schliefilich und zuerst freilich sind diese Kanons mozartische Musik. Sie sollten deshalb vor allém gesungen und gespielt werden. Tragt dort der gesellig singende Kreis Mozarts kanonische Spafie fröhlich in sein eigenes Dasein, so erarbeitet sich hier ernsthafte Chorgemeinschaft vokale Kostbarkeiten von hohem Rang. Hier sollte man den Urtext ehren . . . und ihn dort wo nötig fröhlich übertreten, zumal wenn sich Texte nicht jedem Kreis und jeder Stunde gemafi erweisen. Da nimmt dem geselligen Urbild getreu echte Freiheit diese Kanons in mutwilligen Gebrauch!Hamburg, im Mozartjahr 1956G. W.