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Neil war wie immer allein, als sie an einem strahlenden Samstagmorgen im April aufwachte. Das Sonnenlicht flutete durch die Fenster in ihr Schlafzimmer und warf feine goldene Rechtecke auf den Fußboden, als wollte es den Tag wie ein schimmerndes, leuchtendes Tuch vor Neil ausbreiten. Neil gähnte und räkelte sich in ihrem Bett, ihr Haar war zerzaust, und sie genoß träge und zufrieden den Luxus dieses ruhigen Morgens. Während sie sich streckte, schubste sie einen Krimi, zwei Kochbücher, ein Ringbuch, eine Schachtel mit Briefpapier und einen Stapel Kataloge vom Bett auf den Fußboden.
Seit fünf Jahren benutzte Neil nun schon die freie Hälfte ihres Doppelbetts wie einen Tisch, und es hatte sich bewährt. Sie hatte viel Platz für sich allein, alles lag griffbereit und genau in der richtigen Höhe. Neil liebte ihr Bett, und es gab fast nichts, was sie lieber tat, als sich nach einem anstrengenden Tag darin zu verkriechen, die Kissen aufzuschütteln und ihren Körper ausruhen zu lassen, während ihre Gedanken neue Wege gingen.
Im Bett notierte sie, was sie erledigen wollte, schrieb Briefe, las Bücher. Wenn sie besonders erschöpft oder angestrengt war, blätterte sie in den verführerischen, optimistischen Katalogen der Versandhäuser. Merkwürdigerweise tröstete es sie zu wissen, daß sie in einer Welt lebte, in der Leute ihr Leben damit zubrachten, Schmuck für Hunde zu entwerfen oder Bücher mit Titeln wie: »Lieber neu- als gar nicht reich« zu schreiben.
Sie betrachtete die vielen schönen Kleider und überlegte, welches sie sich kaufen würde, wenn sie Geld hätte - obwohl