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néprajzi ÉrtesítőLXXI-LXXIII.1989-1991.TAMÁS HOFFMANN - 60 JAHREÜber zwei Jahrzehnte lang, seit 1969, bekleidet Tamás Hoffmann den Posten des Generaldirektors des Budapester Ethnographischen Museums. Seither hat das Museum seinen Standort aus einem Schulgebäude am Stadtrand in die Innenstadt, ins stattliche Gebäude der Kurie gegenüber dem Parlament verlegt, wohl die bedeutendste Veränderung in der 120 jähriger Geschichte des Ethnographischen Museums: Aus einer wissenschaftlich tätigen Forschungsstätte wurde ein bedeutungsvolles Forum des allgemeinen Bildungswesens, welches alljährlich zahlreiche Ausstellungen nicht nur im eigenen Gebäude, sondern auch im Ausland veranstaltet. Dem breiten Publikum steht das Ethnographische Museum mit weit geöffneten Toren zur Verfügung, demnach wurden auch in der Organisationsstruktur grundlegende Änderungen notwendig: Gemäß der Konzeption der neuen Führung wurde der Schwerpunkt auf das Ausstellungswesen veriegt und die Tätigkeit der Institution modemisiert.Nach osteuropäischem Maßstab wurde Tamás Hoffmann noch ziemlich jung, mit 38 Jahren, an die Spitze des Museums gestellt, wobei er auch seine Lehrtätigkeit an der Universität nicht aufgab. Nach beendeten Studien am Fach für Volkskunde (1954) und einer dreijährigen Aspirantur wurde er nämlich am Lehrstuhl für Volkskunde der Loránd Eötvös Universität Budapest, ernannt, wo er neben Professor István Tálasi mehr als ein ' Jahrzehnt als Dozent verbrachte. Seine Dissertation über Das Getreide treten in den ungarischen Bauerwirtschaften" verschaffte ihm 1961 den Grad eines Kandidaten der Wissenschaften.Von Anfang an galt sein wissenschaftliches Interesse hauptsächlich der Agrar-geschichte, der Geschichte der materiellen Kultur des ungarischen und der europäischen Völker sowie der Erforschung der historischen Typen der Bauernschaft. In zahlreichen Abhandlungen und einem selbständigen Sammelband (Volkskunde und Feudalismus. Budapest 1975) analysierte er die Kultur der europäischen Bauernschaft aus der Sicht der Volkskunde und Agrargeschichte sowie der Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsgeschichte. Seine bisherigen Publikationen sind die Voriäufer einer großangelegten Synthese, die unter dem Titel Die europäischen Bauern" demnächst erscheinen wird. Diese Monographie soll ein umfassendes Bild bieten über die jahrtausendealte geschichtliche Evolution und die wichtigsten Merkmale der bäuerlichen Kultur auf diesem Kontinent.Ein anderes umfangreiches Gebiet seiner wissenschaftlichen Tätigkeit erstreckt sich auf die museologische Arbeit, wobei er mit Mitarbeitern und auch selbständig zahlreiche Ausstellungen veranstaltet hat, und gar manche der zur Schau gestellten Themen in wissenschaftlich wertvollen Arbeiten und Katalogen erörtert wurden.