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Deila Street, Perry Masons Sekretärin, sah den Anwalt flehend an.
»Bitte sprechen Sie doch mit ihr, Chef.«
Mason runzelte die Stirn. »Ich habe diesen Termin um 10.30 Uhr, Deila, und bevor ich den Mann sehe, will ich noch — na schön, ich will Ihnen die Laune nicht verderben. Was ist denn mit ihr los?«
»Sie ist gerade aus dem Fernen Osten wieder in Los Angeles eingetroffen, kam über Honolulu. Sie hat einen Brief von ihrem Onkel erhalten, wonach sie sich sofort nach ihrer Rückkehr mit Ihnen in Verbindung setzen soll, und zwar noch ehe sie nach Hause geht.«
»Aber warum hat sie nicht telegrafisch um einen Termin gebeten?« fragte Mason.
»Darauf ist sie wohl nicht gekommen. Sie mag etwa 22 Jahre alt sein und scheint ein bißchen naiv; sie ist zurückhaltend, spricht leise und sehr verstört.«
»Und sie sollte mich bei ihrer Ankunft aufsuchen?«
»Ja. Ihr Onkel, Horace Shelby, hat ihr einen Brief geschickt, und —«
»Was steht drin?«
»Weiß ich nicht. Sie sagt, er habe ihr verboten, diesen Brief auch nur einer Menschenseele zu zeigen — außer Perry Mason.«
Mason seufzte. »Holen Sie sie herein. Ich werde nur das Wesentliche mit ihr besprechen und muß sie dann schnell loswerden «
Wie der Blitz schoß Deila ins Vorzimmer.
Mason erhob sich lächelnd, als sie mit einem hübschen jungen Mädchen wieder eintrat.
»Dies ist Daphne Shelby«, stellte sie vor, und freundlich zu Daphne gewandt: »Und dies ist Mr. Mason.«
Daphne murmelte scheu einen Gruß, öffnete ihre Handtasche, nahm einen Brief heraus und sagte: »Haben Sie Dank für Ihre Freundlichkeit, Mr. Mason. Ich hätte wohl telegrafieren sollen, aber ich war völlig durcheinander Ich will versuchen, mich so kurz wie möglich zu fassen.«