Bővebb ismertető
VorwortMan kann sagen, daß seit Beginn der inneren Differenzierung der Urgesellschaften die Macht oder der Reichtum der durch Rang und Ansehen herausragenden Personen häufig auch durch den Besitz von Gegenständen ausgedrückt wurden, die vom Üblichen abweichende Form besaßen und (oder) aus seltenem Material gefertigt waren. Je nach Zeit und Gebiet, änderte sich das Material, woraus der Prestigegenstand" gefertigt wurde und auch seine Form. Bei den urzeitlichen Bewohnern des Karpatenbeckens haben in der Jungsteinzeit die Schmuckstücke aus der Spondylus-Muschel südlicher Meere diese Rolle gespielt und später, in der Bronzezeit, der Bernstein aus dem Baltikum und vor allem die aus Kleinasien importierte Fayenceperle. Hierzu sind aber auch die Jahrtausende hindurch beliebten seltenen Steinarten, besonders Marmor, und seit der Eisenzeit auch die Glasperle zu zählen.Ganz zu schweigen von den Metallen, die sämtlich in der Anfangsperiode ihrer Verwendung wegen ihrer Seltenheit nur einer schmalen Schicht der Gesellschaft zugänglich waren und demzufolge auch die privilegierte Stellung ihrer Eigentümer widerspiegelten.Eine besondere Rolle spielten die Edelmetalle, Elektron, Silber und vor allem Gold. Denn wegen seiner Seltenheit und vorteilhaften Eigenschaften war das aus der Tiefe geförderte oder aus dem Geschiebe der Flüsse gewonnene Gold seit Jahrtausenden des Menschen liebstes Rohmaterial.Da es in der Natur vorkam und relativ gut zu bearbeiten war, kannte und nutzte man es früher als beispielsweise Bronze oder Eisen. Die bedeutendsten und wahrscheinlich schon seit der Kupferzeit bekannten und genutzten Golderz-Fundorte Mitteleuropas lagen in Siebenbürgen. Aus dem hier geförderten oder an hier entspringenden Flüßchen und Bächen ausgewaschenen, leicht grünlichen Erz entstand die Mehrzahl der jetzt gezeigten urzeitlichen Goldgegenstände. Die farblich von ihnen abweichenden, zumeist rötlichen Schmuckstücke kamen fast sicher aus anderen Gebieten ins Karpatenbecken.Die Ergebnisse der spektralanalytischen Untersuchungen lassen die Vermutung zu, daß eventuell schon von der Kupferzeit an außer in Siebenbürgen auch im Nordteil des Karpatenbeckens, im heutigen slowakischen Mittelgebirge, Goldbergbau betrieben wurde. Über dessen genaue Lage und über die Technologie der Erzgewinnung und -bearbeitung dagegen wissen wir fast nichts. Schon deshalb ist der Rückschluß darauf fast unmöglich, welche Menge Gold in einer gegebenen Periode der Bevölkerung des Karpatenbeckens potentiell zur Verfügung stand.9