Bővebb ismertető
Kapitel 1Sie waren keine normalen Polizisten oder Kriminalisten, die in der Drogenszene eingesetzt wurden. Als Mitglieder der Special Investigating Unit, kurz SIU genannt, mußten diese Beamten des New York Police Department niemals lange in überfüllten Gerichtssälen warten, um vor dem Haftrichter auszusagen. Dafür gab es gute Gründe. Ihr Auftritt wurde stets als spektakulär empfunden, denn sie legten ganz besonderes Beweismaterial vor und befaßten sich nicht mit >norma-len< Gesetzesbrechern.Ihre Kollegen aus anderen Abteilungen trugen entweder Uniform oder, wenn sie Kriminalbeamte waren, Zivil: Strickjacken, Pullover, Kordhosen oder Jeans - die unauffäUige Kleidung harter Männer. SIU-Detektive unterschieden sich von ihnen durch eine Uniform eigener Art. Im Winter trugen sie am hebsten über gut geschnittenen Anzügen lange Ledermäntel, in der wärmeren Jahreszeit italienische Trikothemden, maßgeschneiderte Hosen und teure Schuhe. Mit kritischem Wohlwollen begutachteten sie gegenseitig ihr äußeres Erscheinungsbild. Ihre Fingernägel waren meist manikürt, bisweilen sogar lackiert. Die meisten von ihnen hatten eine Vorliebe für männlich-herbe Duftnoten und sahen so aus, als seien sie erst vor wenigen Minuten aus einem feinen Friseursalon getreten.Für Leute ihres Schlages war es fast zu einem Ritual geworden, sich nach erfolgreicher Erledigung eines schweren Falles für ein Stündchen unter dampfendheißen Tüchern bei einem Figaro zu entspannen.Die Gefangenen, die sie im Polizeigefängnis ablieferten, waren ebenso aufsehenerregend wie sie selbst. Andere Polizisten nahmen meist kleine Gauner fest. Bisweilen erwischten sie auch einen Junkie auf der Straße. Solche Leute wirkten in ihrer Zelle wie wilde Tiere hinter den Gittern eines Käfigs. Drogensüchtige kauerten mit tränenden Augen und verrotz-