Bővebb ismertető
Vorwort Von verschiedenen Seiten wurde mir vorgeschlagen, eine Auswahl meiner im Druck erschienenen Aufsatze in einem Sammelband zusammenzufassen. Nicht ohne Bedenken bin ich dieser Anregung gefolgt. Zwar habe ich bei der Durchsicht der hier vereinigten Aufsatze keinen Anlafí gefunden, etwas zurückzunehmen oder zu verándern. Nur an wenigen Stellen empfand ich das Bedürfnis, durch eine Fufínote darauf hinzuweisen, dafí ich eine Ergánzung und insofern auch eine gewisse Modifizierung meiner damaligen Ausführungen heute für notwendig halté. Ich bin mir aber dessen bewufít, dafí vieles von dem, was in diesemBand behandelt wird, heute besser gesagt werden könnte. Ich bitté daher den Leser, die hier gesammelten Aufsatze als Marksteine eines Weges ansehen zu wollen. Die Marksteine liegen hinter mir, aber der Weg ist der gleiche geblieben. Diese Marksteine sind ungleich angeordnet. Gelegentlich stehen sie dicht zusammen. Manche Wegstrecken sind nur spárlich bezeichnet. Andere gleichen einem kaum sichtbaren Wiesenpfad. Ich wáre glücklich, wenn sich der Leser weniger an die mehr oder weniger zufálligen Marksteine haltén wollte, sondern vor allém den durch sie bezeichneten Weg ins Auge fassen und mich auf ihm begleiten könnte. Fast alle Themen, die in diesem Bande behandelt werden, sind mir von bestimmter Seite aus gestellt worden. Unter den 23 hier vereinigten Stücken finden sich nur drei, bei denen ich mir das Thema selbst wáhlte. Diese sind der Vortrag bei der Wiedereröffnung der Kirchlichen Hochschule in Wuppertal Gebundenheit und Freiheit der theologischen Wissenschaft" (1945), der Heidelberger Professorenvortrag Von der Sichtbarkeit der Kirche" (1950) und die dánische Gastvorlesung Die Freiheit des Menschen in Gottes Heilsgeschichte" (1959). Dieser Band Spiegelt daher vor allém solche Probleme wieder, von denen die Kirche und die Pfarrerschaft seit dem Zusammenbruch nach dem zweiten Weltkrieg bewegt wurden. Nur der Aufsatz Politische Verántwortung und christliche Entscheidung" sprengt diesen zeitlichen Rahmen; er reicht in die Anfánge meiner theologischen Lehrtátigkeit, in das Jahr 1931, zurück. Es wáre mir schwer geworden, auf ihn hier zu verzichten. Er ist für mein persönliches Geschick, für meine kirchliche und theologische Existenz von besonderer Bedeutung geworden. Vergleidit man ihn mit dem 18 Jahre spáter geschriebenen Vortrag Der Christ in den zwei Reichen" (1949), so wird der Leser leicht die Grundeinsicht wiederfinden, die sich in jenen 18 Jahren durchgehalten hat und sich auch in der Gegenwart nach meiner Überzeugung bewáhren wird. Es ist für das Verstándnis dieser Aufsatze vielleicht nicht unwichtig, darauf hinzuweisen, dafí sie ausnahmslos ursprünglich mündliche Rede sind, die sich an einen jeweils bestimmten Personenkreis richtet. In fast allén Falién ist der Druck ein erst spáter hin-