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Stille, du Musikantin der Früchte! Die du die Keller, die Kammern und Speicher bewohnst! Du Gefafi voller Honig, den der Fleií? der Bienen ansammelt! Du Ruhe des Meeres in seiner Füllé! Stille, in die ich die Stadt von der Höhe der Berge einschliefie, ihren verstummten Wagenlárm, ihre Schreie und den hellen Klang ihrer Schmiedehámmer! Alle diese Dinge sind schon im Gefáfie des Abends aufgehoben. Gott wacht über unserem Fieber, sein Mantel breitet sich über die Unruhe der Menschen. Stille des Menschen, der sich aufstützt und nachdenkt, der fortan ohne Aufwand empfángt und dem Gehalt seiner Gedanken eine Form gibt. Stille, die ihn erkennen laíSt und seine Unwissenheit möglich macht, denn zuweilen ist es gut, daL er nicht weiS. Stille, die sich den Würmern, den Schmarotzern und den schádlichen Grásem versagt. Stille, die dich bei der Entfaltung deiner Gedanken behütet. Stille, die selbst die Gedanken erfüllt. Ruhe der Bienen, denn der Honig ist bereitet und soll nur noch ein vergrabener Schatz sein. Und ein Schatz, der reift. Stille der Gedanken, die ihre Flügel breiten, denn es ist schlecht, wenn du in deinem Geiste oder deinem Herzen unruhig bist. Stille des Herzens. Stille der Sinne. Stille der inneren Worte, denn es ist gut, wenn du Gott wiederfindest, der die Stille im Ewigen ist. Wenn alles gesagt, wenn alles getan ist. Stille Gottes, die dem Schlafe der Hirten gleicht: obwohl dann die Lámmer von den Schafen bedroht zu sein scheinen, ist es der süíSeste Schlaf, wenn es keinen Hirten und keine Herde mehr gibt; denn wer vermöchte sie zu unterscheiden unter den Sternen, wenn alles Schlaf ist, wenn alles ein einziger wollener Schlaf ist. Antoine de Saint-Exupéry