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ZUR EINFÜHRUNQ
Das Meißner Porzellan ist in der ganzen Welt bekannt. Wer staunte nicht über die Fülle der zahlreichen Figuren und Gruppen, die in ihrer Buntheit und Vielgestalt vom höfischen Leben im i8. Jahrhundert zu berichten wissen ? Wer nähme nicht gern die mit den Blauen Schwertern gemarkten Tassen und Teller in die Hand, um die Feinheit und Frische der Malerei zu bewundern ?
An vielen Manufakturen Europas, die in den Jahrzehnten nach der Gründung der Meißner Manufaktur entstanden, versuchte man das Meißner Porzellan nachzuahmen, versuchte man seiner technischen und künstlerischen Qualität nahezukommen. Wie schwierig war das! Denn es nützte nicht viel, wenn man -diHyMischungsverhältJiis aus Porzellanerde, Quarz und Fel^tS^it hatte in Erfahrung bringen können. Auch die Konstruktion der Öfen, die Anwendungen der richtigen Brennverfahren und der mannig- | fachen Glasur- und Farbrezepte waren Geheimnisse, die p; nur denjenigen vertraut waren, die sich bereits jahrelang mit dieser schwierigen Materie beschäftigt und abgemüiot hatten.
In China war das Arkanum, das Herstellungsgeheimnis des Porzellans schon tausend Jahre vor der Erfindung des europäischen Hartporzellans bekannt. Bereits im i6. Jahrhundert versuchte man es in Italien und im rj. Jahrhundert in Frankreich nachzuahmen. Vergeblich! Und so mußte bis zum Beginn des i8. Jahrhunderts das chinesische und japanische Porzellan in ganzen Schiffsladungen, die oft einundeinhalb Jahre auf den Meeren schwammen, über die Ostindische Kompanie eingeführt werden. Es war so kostbar, daß es die Fürsten mit Gold aufwogen, wenn sie ihreRari-
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