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Römische Satiren [antikvár]

Ennius, Horaz, Seneca

 
Die Satire hat keine Muse. Die wesentlichen Kunstformen der Literatur wie Epos, Elegie, Tragödie, Komödie, Hymnus fanden seit hellenischer Zeit unter den neun Schwestern ihren Schutz bei Klio, Kalliopé, Melpomene, Thalia, Erato: Diese literarischen Gattungen und ihre Bezeichnungen stammen von den Griechen. Nicht so die Satire. Sie ist álter zugleich und auch jünger als das, wovon in diesem Buche gesprochen werden soll; denn es müssen drei Begriffe auseinandergehalten werden, die etwas vorschnell unter Satire" zusammengefaCt werden,...
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Die Satire hat keine Muse. Die wesentlichen Kunstformen der Literatur wie Epos, Elegie, Tragödie, Komödie, Hymnus fanden seit hellenischer Zeit unter den neun Schwestern ihren Schutz bei Klio, Kalliopé, Melpomene, Thalia, Erato: Diese literarischen Gattungen und ihre Bezeichnungen stammen von den Griechen. Nicht so die Satire. Sie ist álter zugleich und auch jünger als das, wovon in diesem Buche gesprochen werden soll; denn es müssen drei Begriffe auseinandergehalten werden, die etwas vorschnell unter Satire" zusammengefaCt werden, námlich das Satirische, die satura und die Satire, welche - stark vereinfacht - in dieser Reihenfolge in der Geschichte begegnen. Das Satirische reicht bis in die Anfánge menschlicher Kultur zurück und áufíert sich schon in frühen Höhlenzeichnungen, primitiven Plastiken, altágyptischen Reliefs, in Epen-Parodien und in fast allén Gattungen der griechischen Literatur. So finden sich satirische Abschnitte in einem der Satire sehr nahestehenden Genre, in der sogenannten Altén Komödie, die durch Aristophanes (vor 445-386 v. u. Z.) reprásentiert wird. Die meisten seiner Stücke zeichnen sich durch das Satirische aus, mit dem er führende Staatsmánner seiner Zeit bekámpfte, so besonders wegen ihrer Kriegspolitik (Acharner", 425) und ihrer Demagogie (Ritter", 424); er prangerte die Prozefíwut der Athener und den Mifibrauch der Gerichte an (Wespen", 422); neben den Politikern nahm er Philosophen wie Sokrates aufs Korn (Wolken", 423) und Literaten wie Euripides, den er als einen unmoralischen Dichterling und Volksverderber hinstellte (Frösche", 405); immer wieder brachte er den Wunsch der Athener nach Frieden zum Ausdruck (Frieden", 421, Lysistrate", 411): In lebendigen Disputen erörtern erbitterte Gegner brennende Probleme der Zeit und stellen so die Komódién mitten hinein in die aktuelle Politik: in einem Mafíe, wie es lange Zeit nicht wieder erreicht wurde, wirkten Bühne und Literatur als kritische Elemente der Gesellschaft. Nicht nur im Drama hatte das Satirische seinen Platz, sondern vor allém in kleineren Gattungen, von denen freilich nicht eben viel erhalten blieb in dem oftmals vom Zufall diktierten AusleseprozeC der vergangenen rund zweitausendfünfhundert Jahre.

Termékadatok

Cím: Römische Satiren [antikvár]
Szerző: Ennius , Horaz Seneca
Kiadó: Aufbau-Verlag
Kötés: Vászon
Méret: 120 mm x 190 mm
Ennius művei
Horaz művei
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