Bővebb ismertető
Die kleine Gebirgsstrafie kletterte immer steiler, steiniger und reicher an Windungen am Hang empor. Jetzt zwángte sie sich zwíschen mannshohe Steinriegel. Professor Kröner fuhr mit gröfiter Vorsicht. Der máchtige Kraftwagen war wohl für schnelle Fahrten auf glatten Fernverkehrsstrafien berechnet, nicht aber für das Steingewirr tirolischer Gebirgskarrenwege. Trotzdem schob sich das Gefáhrt mit ruhig arbeitendem Motor gleichmáfiig aufwárts. Jedesmal, wenn ein Rad von einem der querliegenden Steine in die nachfolgende Furche hinabschlug, klang vom Kofferraum und von den beiden Rücksitzen, auf denen sich umfángliche schwarze Kisten wiegten, ein leises Klirren wie von feinem Glas. Dann verstárkte sich jedesmal die Unmutfalte auf der Stirn des Professors, der seine Augen gespannt vorauseilen liefi, um etwa entgegenkommende Fahrzeuge schon auf gröfiere Entfernung zu warnen. Ein Ausweíchen wáre unmöglich gewesen. Der grofie Reisewagen füllte die Breite des Hohlweges. Die trockenen Disteln, die sich aus den Ritzen der Steinriegel herausreckten, zeichneten in die weifigraue Staubschichte des Wagens seltsame Striche und Bánder ein. Eine Lücke im Mauerwerk gewáhrte für Sekunden einen Ausblick auf rotbraun gebrannte, aürre Wiesen, über die ein zierlich nadelspitzer Kirchturm emporstieg. „Gott sei Dank", murmelte Professor Kröner. Über sein kühn geformtes und braungebranntes, fast noch jugendlích anmutendes Antlitz rann unter der Autokappe hervor der Schweifi in hellen Tropfen auf den Staubmantel herab. Er war sichtlich müde. Nun schob sich eine strohgedeckte Scheune dicht an die Strafíe heran. An der wetterzerwirkten und flechtenbewachsenen Wand des altén Gebáus gab ein kaum lesbares schwarzes Schild an, hier beginne die Ortschaft Oberflins.