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Gisold Lammel Gottlieb Schick
Schick war in seiner Zeit ein international anerkannter Künstler. 1810 konnte er stolz aus Rom berichten: « nach dem Schlüsse der Gemäldeausstellung auf dem Kapitol, bei welcher alle Künstler von allen Nationen ihre Werke ausstellten, kamen zwei Deputationen zu mir, nämlich eine französische und hernach eine italienische, die mir im Namen aller ihrer Landsleute (Künstler, Kenner und Liebhaber) den Preis und die Krone überreichten.» Und Frau Caroline von Humboldt bestätigte in einem Brief desselben Jahres: «Er ist ohne alle Ausnahme der erste Maler hier.» Wir betrachten heute seine Leistungen etwas zurückhaltender, aber zweifelsohne gehörte Schick zu den herausragenden deutschen Malern seiner Zeit, zu den bedeutendsten Klassizisten und zugleich zu den Wegbereitern der nazarenischen Romantik.
Als Elfjähriger kam er auf die Stuttgarter Hohe Karlsschule, die damals geistiges Zentrum des Herzogtums Württemberg war. Als sie 1794 von Herzog Ludwig Eugen geschlossen wurde, lernte Schick zunächst im Atelier von Philipp Friedrich Hetsch weiter, und als dieser nach Rom übersiedelte, ließ er sich von dem Hofbildhauer Johann Heinrich Dannecker anleiten. Diese beiden Lehrer, die sich vornehmlich der klassizistischen Methode bedienten, zählten zur ersten Generation der Künstler, die an der 1770 von Herzog Karl Eugen gegründeten «Sklavenplantage» (C. F. D. Schubart) ausgebildet wurden. Beide hatten traHi-donsgemäß ihr Studium in Paris fortgesetzt. Die Pariser Aka-