Bővebb ismertető
Erster Teil1An jenem Montagabend, dem 24. September, da ein niederträchtiger Regennebel den elektrischen Feenglanz über dem Theaterviertel des Broadway beinahe auslöschte, war es den Geschäftsführern und Direktoren zwischen der 37. Straße und Columbus Circle recht jämmerlich zumute. Verschiedene Unternehmer ließen die Vorstellung einfach ausfallen und riefen Gott und die Wettermacher zu Zeugen ihres Mißgeschicks an: Der durchdringende Regen hielt das theaterfreudige Publikum bei Fernsehen und Bridge im Heim zurück.Allein auf dem Weg zum Römischen Theater in der 47. Straße drängte sich die Menge, als ob Hochsaison und schönes Wetter wäre. Von einem Reklamegerüst leuchtete der Titel des Stückes: Schuß um Schuß. Die Kassierer fertigten mit Schwung die Leute ab, die sich in Schlangen vor den Schaltern stauten. Ein freundlicher Portier, würdig an Uniform und Jahren, komplimentierte die Eleganz in Pelz und Zylinderhut in den Zuschauerraum. Er war stolz darauf, daß die Unbilden der Witterung niemanden abschrecken konnten, der sich einmal entschlossen hatte, Schuß um Schuß anzusehen.Schuß um Schuß war das erste Theaterstück der Saison, das sich die Schauergeschichten der Unterwelt zunutze machte. Selbstladepistolen, Maschinengewehre, Razzias auf Nachtklubs, Bandenrache - alle Requisiten romantischen Verbrechertums waren aufgeboten und zu drei mitreißenden Akten verarbeitet worden. Ein überhitztes Zeitstück, grobschlächtig und gewagt. Daher spielte es, ob Regen oder Sonnenschein, vor vollen Häusern.Die Vorstellung nahm ihren geregelten Verlauf. Der erste Akt, mit seiner gewitterschwülen Atmosphäre, die an den Nerven der Zuschauer riß, war vorüber, man benutzte die erste Zehnminutenpause, um in den offenen Wandelgängen ein wenig Luft zu schöpfen, zumal es nicht mehr regnete. Im zweiten Akt nahm die Schießerei auf der Bühne gewaltig zu. Kurz vor dem Höhepunkt der Szene entstand plötzlich vor der Rampe ein heftiger Wortwechsel. Eine leichte Bewegung im Hintergrund des Zuschauerraums ging im Getöse und der Dunkelheit unter. Die Störung schien behoben,