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Die Töne der höheren Oktave.
Die Töne über das''^inaus werden durch „überblasen" erzeugt: Wir öffnen bei den Tönen a, h, c und d der lieferen Oktave am Daumenloch noch einen schmalen Spalt und erhlUen den entsprechenden Ton in der höheren Oktave. Die Spaltöffnung erzeugen wir zunächst durch einfaches Herabziehen des linken Daumens am Rohr um wenige Millimeter. Der Daumen bleibt dabei gestreckt. Es sind aber auch noch andere Daumenbewegungen zur Spaltöffnung möglich (darüber siehe nächste Seite). Der Spalt muß ziemlich eng sein, wenigstens auf den meisten Flöten. Man muß ausprobieren, mit welcher Spaltweite der Ton am leichtesten kommt. Auch auf die Art des Anblasens kommt es an. Man soll nicht stärker (nicht mit größerer Luftmenge) blasen, aber man kann für die höheren Töne den Luftstrom .zuspitzen", indem man den Raum zwischen Lippen, Zähnen und Zungenspitze durch ganz leichte Spannung oder »Energisierung' von Lippen- und Backenmuskeln etwas verengt (man „knetet" die Luft nach vorn) — während bei den tieferen Tönen alles locker bleibt. Übrigens, wenn der Spieler gut geübt, und die Flöte gut darauf eingeblasen ist, so kommen die höheren Töne auch schon, ohne daß ein Unterschied des Anblasens zwischen hoch und tief gemacht wird, was später für die Sprungtechnik in schnellem Tempo uner läßlich ist. Jedenfalls müssen sie ganz locker und mühelos ansprechen, nicht mit Gewalt herausgeholt!
Das Spaltöffnen am Daumcnloch nennt man .Halbdeckung" (in Wirklichkeit ist es Vier-Fünftel-Deckung oder noch mehr) und bezeichnet es mit 0.
Der Ton^läßt sich nun auf zweierlei Weise greifen:
1. wie b.th er: 23 45 (sogenannter .kleiner Griff" für 5)i
2. mit überblasen: .ri 23 4 5 (sogenannter .großer Griff für ö).
Den großen Griff zu benützen empfiehlt sich, wenn auf das ä noch höhere Töne folgen, bei denen Zeigefinger und Daumen der linken Hand doch gebraucht werden, oder wenn diese Finger schon vorher auf den Löchern liegen, in anderen Fällen genügt der .kleine Griff". — Die Töne f und g sind nicht durch überblasgriff zu erzeugen; für sie gelten nur die schon früher gelehrten Griffe (0 2 und 2),
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