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BERGESWELT
Bergesregionen, dort wo ,,nichts mehr gedeiht"
als Krummholz, sturmgebogen, ist seit jeher meine
„Märchenwelt"! Nach 40 Jahren fand ich das wieder
auf dem „Falzarego-Passe", ,,Tre Croce", „Pordoi-
joch-Paß". Weißgraue Felstrümmer, schwarze trie-
fende Erde, Zirbelkieferwälder bis an die Hotels
herankriechend. Von Felsen träufelt, rieselt es, Nebel-
fetzen überall. Nichts will gedeihen als die Edel-
Einsamkeit. Vor dem Pordoijoch-Hotel grau-
schwarze Wälder von dichtem Erlengebüsch, dem der
Bergsturm nichts antut. Es braust nur und er-
schauert. Daß hier nichts mehr gedeiht, ist die
Düster-Romantik der Bergeswelt. Keine Farbe
einer Blume, kein Schrei eines Vogels, kein Schmetter-
ling, kein Käfer. Diese tönende Eintönigkeit!
Eine schrieb ins Fremdenbuch ein: ,,Ohne Jemanden
nicht leben können und wollen, selbst wenn man es
vorher bestimmt geglaubt hatte, es sei unmöglich,
--— hier vergißt man darauf!"