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Einfühning
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Das relativ gut funktionierende Schulwesen ist eine beträchtliche Errungenschaft der Sowjetunion^; dies bezieht sich auch auf die Hochschule. Bei den Hochschulen ist der Unterschied zum westlichen System wesentlich größer, und schon aus diesem Grunde scheint es wichtig zu sein, die Grundzüge des osteuropäischen Hochschulwesens darzustellen.
Im Vergleich mit dem westlichen Modell hat das östliche System sowohl Vor- als auch Nachteüe.
Zu den Vorteilen gehört - abgesehen von der hohen Zahl der Hochschulen - die großzügige Unterstützung von Forschung und Wissenschaft durch den Staat. Die Sowjetunion kümmert sich weitgehend um die Förderung der Wissenschaften und scheut nichts, um sie in eine »unmittelbare Produktivkraft« umzuwandeln^. Auf der Generalversammlung der Akademie der Wissenschafter der UdSSR teilte Ende 1979 Vizeministerpräsident und Planungskomitee-Präsident, Bajbakow, mit, die Ausgaben für Wissenschaftsförderung hätten eine Höhe von 4,7 Prozent des gesamten Nationaleinkommens erreicht^. Partei und Staat verlangen von den Wissenschaftlern eine im westlichen System unbekannte Disziplin und kontrollieren ihre Leistung systematisch. Es kommt kaum vor, daß ein Professor nach seiner Ernennung (»Wahl«) seine wissenschaftliche Arbeit vernachlässigt, es sei denn, er hat eine verantwortliche Funktion im Parteioder im Staatsapparat inne. Seine Leistungen werden alle fünf Jahre überprüft, und bei ungenügendem Erfolg wird ihm gekündigt. Die »Plandisziplin« bezieht sich auch auf seine Forschungstätigkeit, da diese in verschiedene höhere Pläne beziehungsweise ins »Komplexprogramm des wissenschaftlich-technischen Fortschrittes« eingebaut wird. Er muß über die Erfüllung seiner Aufgaben Rechenschaft ablegen. Außerdem erwartet man von ihm, daß er sich gewissenhaft mit den Studenten beschäftigt, sie erzieht.
Das Ansehen eines Wissenschaftlers ist in Osteuropa höher als im Westen. Der Professor bekommt vom Staat alles, was er zur Forschung benötigt; er gilt als einer der höchsten Werte des kommunistisch regierten Staates, weil die Entwicklung des Landes weitgehend von ihm abhängt. Prominente Wissenschaftler (hauptsächlich auf dem Gebiet der technischen und Naturwissenschaften) erhielten vom ungarischen Staat schon in den fünfziger Jahren Autos mit Chauffeuren zur Verfügung; andere bekamen von der Akademie der Wissen-
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