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BL UTIGER A UFTAKT . ÜbergroB und drohend steht der Mond über dem gefiederten Gezweig der Palmen. Sein fremdes, weifies Licht taucht das Land Ágypten, das Nildelta, die wuchtenden Pyramiden, die Stádte Kairó und Alexandrien, taucht jene schmale Landenge bei Suez, die das Mittellándische vom Rőten Meer scheidet, und das endlose Sandmeer der Wüste mit den spárlichen Inseln seiner Oasen in bestürzende Helle Der Mond giefit seine unharmherzige fahle Lichtfülle auch über den Palast des Vizekönigs zu Benha. Die Palmen streeken ihre Facherkronen unbeweglich dem kühlen Nachthimmel entgegen, keine Katze streicht über die Parkwege, selhst die Fledermause habén ihre Zickzackflüge eingestellt. Nur der Springbrunnen vor der langgestreckten Sáulenhalle im inneren Hof plátsehert unbekümmert weiter - sonst nichts Lebendes. Hált der Tod selber Wache vor dem Palast des Abbas Pascha? Der Tod, den dieser dustere Tyrann tagtáglich als seinen gefürehteten, unentrinnbaren Schergen aussendet gegen Diener und Freunde,gegenEinheimischeundFremde,gegenarmundreichgegen jeden, der ihm miBliebig ist oder verdáchtig scheint? Im Schatten der keiden Saulén, zupachst dem Sehlafgemach des Herrschers, lehnen zwei Mamelucken, bewegungslos und jeder für sich eng an den Sáulenschaft geprefít. Das Weifie ihrer Augen, aus denen sie sich angstvoll anstarren, leuchtet aus dem Dámmer.