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Josef Schmid - Synopse [antikvár]
 
VOEWOBT ZUR I.AUFLAGE Die vorliegende Synopae der drei ersten Evangelien soll eine Ergänzung zu der Übersetzung und Erklärung dieser Evangelien im Eegensburger Neuen Testament sein. Der Text ist, von einigen wenigen Ver-bessenmgen abgesehen, von dorther übernommen. Der Leser findet hier die Paralloltexte, auf die dort in den Überschriften der einzelnen Abschnitte verwiesen wird, nebeneinander gedruckt. Man kann die drei ersten Evangelien, die Synoptiker, nur dann wirklich vorstehen, wenn man sie synoptisch, in btiständiger...
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VOEWOBT ZUR I.AUFLAGE Die vorliegende Synopae der drei ersten Evangelien soll eine Ergänzung zu der Übersetzung und Erklärung dieser Evangelien im Eegensburger Neuen Testament sein. Der Text ist, von einigen wenigen Ver-bessenmgen abgesehen, von dorther übernommen. Der Leser findet hier die Paralloltexte, auf die dort in den Überschriften der einzelnen Abschnitte verwiesen wird, nebeneinander gedruckt. Man kann die drei ersten Evangelien, die Synoptiker, nur dann wirklich vorstehen, wenn man sie synoptisch, in btiständiger Zusammenschau, liest und studiert. Ich habe bei der Übersetzung viel Mühe darauf verwendet, die Übereinstimmungen wie die Verschiedenheiten der griechischen Paralleltexte getreu wiederzugeben. Was im griechischen Originaltext gleichlautet, soll dies auch im Deutschen tun, und was dort verschieden lautet, muß es auch in der Übersetzung. Im Druck ist darauf gesehen, daß die einander entsprechenden Worte in den Parallelspalten am genau entsprechenden Platz stehen. Ich hoffe, daß man die nicht geringe Leistung, die der Setzer mit dieser Einrichtung des Druckes vollbracht hat, zu würdigen verstehen wird. Die Anordnung der Texte ist die allein sachgemäße. Jedes der drei Evangelien ist in seiner ursprünglichen Anordnung wiedergegeben und kann deshalb auch in der Synopse fortlaufend gelesen werden. Darum war es notwendig, solche Abschnitte, die in den einzelnen Evangelien in verschiedenen Zusammenhängen stehen, zweimal abzudrucken. Dabei ist jedesmal der Text des für die Anordnung jeweils maßgebenden Evangelisten im gewöhnlichen Druck wiedergegeben, der in einem anderen Zusammenhang stehende Paralleltext des oder der anderen dagegen in kleineren, sich deutlich abhebenden Typen. Dieses Verfahren soll zugleich den Leser darauf hinweisen, wie oft die drei Synoptiker auch dort, wo sie die gleichen Stücke bringen, in deren Einordnung in den Rahmen ihrer Evangehen voneinander abweichen. Ein Beispiel soll den Tatbestand und zugleich den Sinn der zwei verschiedenen Texttypen erläutern. Das Vaterunser wird von Mt in die Bergpredigt eingereiht im Zusammenhang mit anderen Worten über das rechte Beten (69-15). Lk hingegen bringt es in seinem sogenannten Reisebericht (112-4). Deshalb muß es zweimal abgedruckt werden, einmal in der Mt-Ordnung (Nr. 43) und einmal in der des Lk (Nr. 158). Und jedesmal wird der Paralleltext des anderen Evangelisten in kleineren Typen danebengestellt, damit der Leser nicht bloß den Wortlaut der beiden Textfassungen miteinander vergleichen kann, sondern damit er auch darauf aufmerksam gemacht wird, daß dieser Parallcltext in einem anderen Zusammenhang steht. Am Kopf eines jeden von diesen Einzelstücken wird die Nummer des Abschnittes genannt, in dem das betreffende Stück bei Lk (oder umgekehrt bei Mt) steht. Die Stücke, die Mt und Lk über Mk hinaus gemeinsam haben, stehen fast ausnahmslos bei Mt in einem anderen Zusammenhang wie bei Lk. Lk bringt sio fast alle in seinen beiden Einschaltungen in den Mk-Rahmen (620—83 und 95t—1814), während Mt sie mit dem Mk-Stoff verbindet. Manche Stücke, meistens kurze Logien, werden von ein und demselben Evangelisten, hauptsächlich von Mt, zweimal gebracht. Diese sogenannten Dubletten (Doppelberichte) werden in Anmerkungsform unter den Ilaupttext gestellt (z. B. Mt 529f [Nr. 36] = ISsf [Nr. 144]). Zum mühelosen Auffinden von Stücken, die in einem Evangelium unmittelbar aufeinanderfolgen, in der Synopse aber durch Abschnitte aus den anderen Evangelien voneinander getrennt sind, sind am Kopf der einzelnen Seiten Vor- und Rückverweise angebracht. S. 52 ist z. B. angegeben, daß der bisher letzte Mk-Vers (222), bei dem der Mk-Faden einstweilen unterbrochen wurde, S. 50 steht und daß die Fortsetzung des Mk-Textes (223) S. 62 zu finden ist. Die wenigen Johannes-Parallelen habe ich ebenfalls beigefügt. Soweit es sich um einzelne Verse handelt, stehen sie in Form von Anmerkungen, wie die synoptischen Dubletten, unter dem Haupttext; die längeren Abschnitte dagegen erhalten eine eigene Spalte. Aus ihrer geringen Zahl (vgl. die Zusammenstellung S. 13) ist klar zu ersehen, wie wenig Stoff Johannes mit den Synoptikern gemeinsam hat. Der Versuch, den ganzen Johannes-Stoff in den synoptischen Rahmen oder umgekehrt den synoptischen Stoff in den johanneischen Rahmen einzuspannen und eine chronologisch geordnete Darstellung der vollständigen Evangelienüberlieferung zu schaffen, ist undurchführbar. Weil die Synoptiker nur wenige Zeit- und Ortsangaben bieten, ist es nicht möglich, die einzelnen Taten und Worte Jesu in der Geschichte seines öffentlichen Wjrkens zeitlich mid örtlich zu fixieren. Nicht einmal die ungefähre Dauer der öffentlichen Tätigkeit Jesu läßt sich aus den Synoptikern bestimmen. Und die meisten von ihnen berichteten Reden Jesu sind keine ursprünglichen Einheiten, wie man gerade in der Synopse an vielen Stellen klar

Termékadatok

Cím: Synopse [antikvár]
Szerző: Josef Schmid
Kiadó: St. Benno-Verlag GmbH
Kötés: Vászon
Méret: 170 mm x 240 mm
Josef Schmid művei
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