Bővebb ismertető
I. ZUR GESCHICHTE VON SCHNITZLERS TAGEBUCHDas Tagebuch ist Arthur Schnitzlers Lebens-Werk. Das in den Wiener Beständen des Nachlasses aufbewahrte Manuskript setztsieht man von vereinzelten älteren Aufzeichnungen aus der Zeit vom Oktober 1876 bis Winter 1878-1879" ab - mit dem Datum des 19. März 1879 ein. Von diesen Eintragungen des Siebzehnjährigen an begleitet das Journal alle Stadien auf dem Lebensweg bis ins siebzigste Lebensjahr hinein. Wenige Wochen nach dem Beginn werden hier die schriftlichen Themen der Reifeprüfung festgehalten - das zehnte Kapitel aus Piatos Menexenos", die Verse 219 bis 251 aus dem vierten Buche der Aeneis" und die ohne Quellenangabe und leicht entstellt zitierten Zeilen aus Goethes Sprichwörtlich": Was hat dir das arme Glas getan? Sieh deinen Spiegel nicht so häßlich an," Der Tod erst bricht das Journal ab. Das letzte Notat trägt das Datum des 19. Oktober 1931. Es umfaßt u. a. Hinweise auf die erste Kritik der soeben in der Buchausgabe erschienenen Erzählung Flucht in die Finsternis" und - leitmotivisch zu dieser Zeit - auf die schlechte eigene Verfassung (Ein übler Nachmittag"). Deutlicher noch als an den Bemerkungen zu Privatem" wird an den Verweisen auf das öffentliche Leben" die Länge dieser Tagebuch-Strecke erkennbar, die in etwa dem Abstand zwischen Schillers Ästhetischer Erziehung des Menschen" und dem Kommunistischen Manifest" entspricht. Am 27/4/1879 erwähnt.