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Ich sehe die Tiere an!In der Nähe von Tieren empfinde ich Glück und Befriedigung.Der Ameisenzug quer durch den Wald, die Weidekoppel hinterden Dünen, der Zeltstall im Wanderzirkus, ein Hund oder eineKatze, sie beeinflussen meinen Weg, und oft fragen mich dieMenschen: Was tun Sie denn jeden Morgen im zoologischenGarten; das muß doch langweilig werden auf die Dauer ? Warumgehen Sie in jeder fremden Stadt zuerst dorthin ?Schwer zu beantworten, diese Frage und wiederum ganz leicht:Ich sehe die Tiere an!Unendliche Welten, die alle den Anspruch auf höchste Geltungund Ausschließlichkeit haben und von denen jede einzelne dieWelt an sich bedeutet, liegen fremd nebeneinander, übereinander,unter- und ineinander. Ist dem Reich der Minerale das derPflanzen nicht ebenso nahe und ebenso entlegen, wie dem Reichder Tiere das der Menschen ? Und ist es nicht Überheblichkeitvon uns, die wahre Rangordnung wissen zu wollen ?Wenn nur ein wenig der Demut und Andacht in uns Menschenvorhanden ist, so mögen wohl die Unterschiede des Ranges raschverschwinden. Wohin auch Herz und Gedanken greifen, greifensie die gleiche Kraft und sind von ihr ergriffen.