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EINE VERSCHOLLENE STADT WIRD ENTDECKTMariDer Euphrat, der größte Fluß Vorderasiens, bildet sich aus zwei Quellflüssen auf türkischem Gebiet, durchströmt das nordöstliche Syrien, den Irak und ergießt seine Wasser, mit dem Tigris vereint, in den Persischen Golf. Syrien, ein Übergangsgebiet vom Meer zur Wüste, ist vom grauen Altertum an bis in die Gegenwart Schauplatz der Kämpfe ganzer Völker um ihr Bestehen, um Reichtümer, um Macht, ein Schauplatz erbitterter Aufstände und blutiger Unterdrückung gewesen. Hier und im angrenzenden Nordmesopotamien folgten aufeinander die Akkader, die Mitanni, die Hethiter, die Aramäer, Assyrer, Babylonier, Meder, Perser. Mit dem Perserreich geriet das Land unter die Hand Alexanders des Großen, und nach dessen Tode gehörte es zu dem von Alexanders Feldherrn Seleukos gegründeten syrischen Reich, dem der Seleukiden, bis es im Jahre 64 u. Z. römische Provinz wurde. Im 12. Jahrhundert u. Z. wurde das Land von Kreuzfahrern beherrscht, danach von ägyptischen Sultanen, und 1517 wurde es ein Bestandteil des Türkenreiches. Im ersten Weltkrieg unterlag mit den Mittelmächten auch die Türkei. Die Folge war, daß im Jahre 1920 Syrien zu einem selbständigen Staat unter französischer Oberhoheit erklärt wurde. Ruhe kam dadurch nicht in das Land. Die Bevölkerung war in Parteien zerrissen, die sich erbittert befehdeten. Die Macht der Kolonialherren konnte nicht so leicht gebrochen werden. Erst nach dem zweiten Weltkrieg wurde Syrien unabhängig. 1957 vereinigte es sich mit Ägypten zur Vereinigten Arabischen Republik. Nun erst ist es endgültig von jeder Fremdherrschaft frei.Noch im Bereich des früheren französischen Mandats Syrien, aber in Nordmesopotamien, liegt nicht weit vom mittleren Euphrat entfernt, etwa 120 Kilometer südlich von der Mündung des Chabur in den Euphrat, ein großer Hügel, der Teil Hariri. In Abu Kemal, wohl