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Durch die halb aufgestellten Jalousien sah ich Khader, den arabischen Pferdeburschen, der mit einer Laterne aus dem Stall kam und iiber den Hof ging. Er trat aus dem Dunkel, und sein turbangekrönter Schatten erschien an der Hauswand. Musik aus einem Phonographen - einem dieser altén Phonographen mit einem Schalltrichter, der aussieht wie eine Glockenblume - vermittelte mir die Illusion, unzáhlige Vögel zwitscherten hell und klingend durcheinander in der Julinacht. Ich döste vor mich hin. Mein BewulStsein pulsierte im Rhythmus langsamer Flügelschláge. Dennoch vermochte ich nicht einzuschlafen. Am Nachmittag war ich mit zwei Freunden beim Baden gewesen. Ich war auf einem mit glitschigen Algen bewachsenen Felsen ausgerutscht und hatte mich an der Schulter verletzt. Ich hatte Schmerzen. Aber vielleicht war auch der Hunger daran schuld, daS ich nicht schlafen konnte. Das Schwimmen im Meer regte meinen Appetit immer so sehr an, dal? mich die leichten Abendmahlzeiten keineswegs sáttigen konnten. Meine Freunde und ich, wir gingen an schönen Sommertagen mit Vorliebe hinunter zur Pointe-Blanche in der Bucht, die heute zum Hafen gehört, und spielten dort. Damals lag noch das Fort Sainte-Thérése am áufiersten Ende des Hafenbeckens. Zu FiiíSen des Forts bildeten Klippen einen Schutz für Jachtén und kleinere Vergnügungsboote, auch für die Fischerkáhne mit ihrem kühn geschwungenen Vordersteven, der dem Meer Trotz bieten zu wollen schien. Wie viele Stunden habén wir hier schwimmend und tauchend verbracht; wir sprangen von den Klippen ins Wasser, wir kletterten auf den vom Meer umspülten Felsen herum, die aus der Steilküste herausgebrochen waren, wir krochen in die Eingeweide eines Wracks, eines grófién Segelschiffes, das vor dem Krieg ausgebrannt war und das man einfach hatte liegenlassen. Wir unternahmen auch Erkundungszüge auf die andere Seite der Pointe, dorthin, wo die Párchen nachts nackt badeten. Manchmal suchten wir im Sand nach den Abdrücken der Körper von Frauen, die sich hier, am Saum der Wellen, dem Geliebten hingegeben hatten, eine Vorstellung, die unsere Phantasie erhitzte. Wenn wir den Steilhang, der Cueva del Agua genannt wurde, auf dieser Seite zur Stadt hinaufstiegen, machten wir jedesmal bei der Quelle halt, die eisig-frisch auf