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Vorwort
Diese Gedichte stammen aus den Jahren 1945 bis 1958. 1945 (im Band, weil er erst kurz vor \^'eihnachten 1945 gedruckt wurde, Krscheinungsjahr 1946 angegeben) erschien mein zweiter Gedicht-l)and im enghschen Exil, Österreich (Atrium Verlag). Es waren, ebenso wie der erste Band {Deutschland, 1944 Verlag des Austrian PEN Club, London), im Grunde Jugendgedichte von recht konventioneller Form, wenn auch inhaltlich für mich noch heute nicht ganz veraltet.
Meinen nächsten Gedichtband veröffentlichte ich erst 1958 {Gedichte, Ciaassen, Hamburg). In der Zwischenzeit erschienen Gedichte in einzelnen Zeitungen und Zeitschriften, auch einige in dieser Zeit entstandene längere Gedichtzyklen (z. B. Die GenUgung, im Plan, U'ien 1946, oder Wanderung, Schweizer Rundschau, 1947). Die Gedichtzyklen wurden später in einem Band, Reich der fte/Kf (Ciaassen, Hamburg 1963), veröffentlicht. Die (iedichte dieses Bandes Von Bis nach Seit, auch die mehrteiligen, sind aber noch in keinem Buch erschienen, außer das eine oder andere in alten Lyrikanthologien.
Sie knüpfen inhaltlich teils unmittelbar an meine beiden ersten Gedichtbände an; einige bedienen sich auch noch des Volksliedtones - oder fallen ihm zum Opfer. Andere zeigen meine Versuche mit Ablautreimen und mit ernsthaften Wortspielen, wie sie sich auch noch in den Gedichten (Claassen 1958) finden.
Daß ich von 1945 bis 1958 kein Buch veröffentlicht habe, beruht auf einer Reihe von Umständen. Politische Enttäuschung durch Organisationen, die sich für kommunistisch oder für sozialistisch hielten, durch die Halsstarrigkeit und Unredlichkeit sich selbst und anderen gegenüber bei vielen Deutschen, Österreichern und Westschweizern, schließlich durch die westlichen Demokratien mit ihrer Selbstgerechtigkeit, mit den Atombomben auf Japan und dem Kalten Krieg, sowie den schändlichen Interventionen in Korea, Guatemala, Vietnam usw. Dazu kamen noch zwei unglückliche Lieben.
Außerdem hatte mich in den ersten Jahren nach dem Krieg der