Bővebb ismertető
ZUM GELEITAm 28. Dezember 1954 starb Generaldirektor Dr. Heinrich Uhlendahl, nadi= dem er 30 Jahre lang die Deutsdie Büdierei geleitet, ihr in dieser Zeit sein ge= samtes Denken und Handeln gewidmet und sie zu einer der größten deutsdien Bibliotheken entwickelt hatte.In den letzten Jahren seines Lebens, gewissermaßen als Abschluß seines beruf= liehen Wirkens, hatte er sich das Ziel gesetzt, die Geschichte der Deutschen Bücherei zu sdtreiben. Mit der ihm eigenen Gründlichkeit hat er unabhängig von den vorhandenen Vorarbeiten zunädist das an verschiedenen Stellen in der Litera= tur und in Akten verstreute Material über die Vorgeschichte und die Gründung der Deutschen Büdierei zusammengetragen und gesichtet. Das Ergebnis dieser Arbeit fand sich in seinem Nachlaß vor, und zwar im Gegensatz zu den die spätere Zeit behandelnden Blättern in einer Form, die darauf schließen ließ, daß er diesen Teil der Geschichte der Deutschen Bücherei als abgeschlossen angesehen hat.Vielleicht hätte der Verfasser vor der endgültigen Drucklegung die eine oder andere Stelle noch etwas anders formuliert, vielleicht im Laufe seiner weiteren Untersuchungen nodt Ergänzungen eingefügt; das Kollegium der Deutschen Bücherei glaubt es dennoch verantworten zu können, die hier vorliegenden ersten Kapitel der Geschichte der Deutschen Bücherei dem Druck zu übergeben und den Freunden und Förderern unseres Instituts als Gedächtnisgabe für Heinrich Uhlen= dahl zu überreidten.An den Grundgedanken, die zur Gründung der Deutsdten Büdterei führten so, wie es in den vorliegenden Blättern dargestellt isthat Uhlendahl mit Tatkraft und Zähigkeit auch festgehalten, als sich nach 1945 durch die Spaltung Deutsch= lands der Erhaltung des gesamtdeutsdien Charakters der Deutschen Bücherei große Schwierigkeiten entgegenstellten. Gerade die Nachkriegszeit erwies Notwendigkeit und Bedeutung der Deutschen Bücherei, die als Archiv des gesamten deutschspra= diigen Schrifttums heute mehr denn je zu einem Symbol der deutschen Einheit ge= worden ist.In diesem Geiste weiterzuarbeiten ist eine der großen Aufgaben, die unverrück= bar vor allen Mitarbeitern der Deutschen Bücherei stehen.FleischhackHauptdirektor der Deutschen Bücherei