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Wale und ihre Geschichte
Weshalb hielt man Wale früher für Fische?
Bis vor etwa hundert Jahren wußten nur Walfänger etwas über Wale. Sie kümmerten sich nicht besonders um die Unterschiede zwischen Fischen und Säugetieren. Wale und Delphine hatten fischähnliche Haut, sahen aus wie Fische, hatten Flossen und Schwanz wie Fische - also hielt man sie für Fische.
Es war ein Philosoph, der zuerst behauptete, daß die Wale Säugetiere sind. Der Grieche Aristoteles erkannte schon vor 2300 Jahren, daß diese Meerestiere durch Lungen Luft atmeten und folglich keine Fische sein konnten.
Die Einsicht des Aristoteles entsprach jedoch nicht der landläufigen Einstellung. Schon wenig später, im ersten Jahrhundert unserer Zeitrechnung, behauptete der Naturforscher und Oberbefehlshaber der römischen Seestreitkräfte Plinius: Wale sind Fische, also Walfische.
Dabei blieb es mehr als anderthalb Jahrtausende. Erst der schwedische Naturforscher Carl von Linné, der für die Festlegung unserer modernen Einteilung der Tiere (in Stamm, Unterstamm, Klasse, Ordnung, Familie, Gattung und Art) verantwortlich ist, stellte klar: Wale und Delphine gehören zur Klasse der Säugetiere und nicht zur Klasse der Fische.
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