Wir erieben heute einen seit Beginn der Zivilisation nie dagewesenen Sitten- und Moralzerfall gerade auch in den oberen Etagen (táglich zunehmende barbarische Kriege mit Massakern, Vertreibungen, Plünderungen, Grausamkeiten wie entsetzliche Folterungen und Vergewaltigungen, Bombardierungen von Zivilbevölkerungen und völlig gefühllose Quálereien von Tieren, Zerstörung der Lebensgrundlagen, Gen-lrrsinn, Korruption u.v.m.). Ein grosser Teil der Bevölkerung befürchtet einen Öko-Kollaps, oder gar einen Weltuntergang, wenn nicht rasch ein...
Wir erieben heute einen seit Beginn der Zivilisation nie dagewesenen Sitten- und Moralzerfall gerade auch in den oberen Etagen (táglich zunehmende barbarische Kriege mit Massakern, Vertreibungen, Plünderungen, Grausamkeiten wie entsetzliche Folterungen und Vergewaltigungen, Bombardierungen von Zivilbevölkerungen und völlig gefühllose Quálereien von Tieren, Zerstörung der Lebensgrundlagen, Gen-lrrsinn, Korruption u.v.m.). Ein grosser Teil der Bevölkerung befürchtet einen Öko-Kollaps, oder gar einen Weltuntergang, wenn nicht rasch ein radikales Umdenken erfolge und die Masse nicht wieder einen moralischen Halt finde. Wie ich in meinem folgenden Gedicht auf S. 26 des ersten Bandes vom Wandel im religiösen Denken ausgeführt habe, sehe ich diese Möglichkeit fast nur in der Rückkehr zur Religion bzw. zur Heiligen Scheu, wie ich die Religion gerne nennen möchte. Der alte Glaube liegt im Sterben Und etwas Neues ist im Werden Es ist bald alles dekadent Der Ordnung fehlt das Fundament Dafür gibt's nur die heil'ge Scheu Und die entdeckt die Welt jetzt neu. Dabei bin ich überzeugt, dass das Volk die Kirchen nicht verlassen hat und verlásst, weil es die Religion nicht mehr interessiert, sondern bloss, weil die kirchlichen Lehren und ihre religiöse Praxis es nicht mehr anspricht, da sich das Leben allgemein radikal verándert hat und damit auch das Denken, inbegriffen das religiöse Denken. Darum habe ich in der erwáhnten Schrift religiöse Gedanken und Vorstellungen entwickelt, von denen ich annehme, dass sie dem Denken des modernen Menschen besser entsprechen. Das vorliegende Werk war ursprünglich bloss philosophisch motiviert und wollte im Bereiche der Erotik das frühere Buch Sexus und falsche Schuldgefühle (Zürich 1965) aktualisieren. Das
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