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Das feuerlose Licht
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Elektrisches Licht, Radio und Fernsehen gehören bei uns heute zum Leben wie Essen und Trinken. Dabei ist der Rundfunk erst ungefähr 50 Jahre alt, und brauchbares Fernsehen gibt es seit rund 25 Jahren. Selbst die einfache Glühlampe — sie brannte noch nicht sehr hell und ging schon nach kurzer Zeit kaputt — wurde erst 1879 erfunden.
Goethe und Schiller schrieben abends bei Kerzenschein. Arme Leute benutzten einen Kienspan oder eine Öllampe. Das Wort Tranfunzel erinnert noch daran. Sie gab nur ein so spärliches Licht, daß man dabei kaum etwas sehen konnte. Heute gebrauchen wir den Ausdruck Tranfunzel daher als Schimpfwort für eine schlechte, zu dunkle Lampe. Später kamen Petroleumlampen auf. Sie brannten etwas heller. Aber ähnlich wie die Tranfunzeln verbreiteten sie einen unangenehmen Geruch.
Allen diesen Lichtquellen war eines gemeinsam: Es wurde etwas verbrannt — der Kienspan, das Öl, die Kerze. Die Verbrennung erzeugt eine Flamme, und diese sendet Licht aus. Was aber verbrennt in der elektrischen Glühlampe? Gar nichts! Trotzdem leuchtet sie weit heller als alle anderen genannten Lichtquellen. Wie kommt das?
Wir untersuchen eine Glühlampe
Schauen wir uns eine Glühlampe mit durchsichtigem Glaskolben einmal ganz aus der Nähe an! Dabei muß sie freilich ausgeschaltet sein. Im Kolben sehen wir einen sehr dünnen gewendelten Draht, der bei eingeschaltetem Strom glühend heiß wird. Er verbrennt aber nicht, obwohl er so heiß wird, daß sich die Hitze in kurzer Zeit auf den Glaskolben überträgt und wir diesen mit bloßen Fingern nicht mehr anfassen können. Glühend heißes Metall sendet Licht aus. Das