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KAPITEL EINSAuf der Suche nach der verlorenen Zeit -August 1944Richard Gardiner hatte erwartet, von jemandem von der Sektion F (Frankreich) instruiert zu werden; zum Beispiel von Aubrey selbst oder Hilary Latymer, der ihn am Tag zuvor auf dem kleinen Flugplatz in Kent abgeholt hatte. Die Anwesenheit von Michael Stanhope Constant, einem Geheimdienstoffizier von MI 6, in Aubreys Büro verunsicherte ihn, wenn sie nicht sogar leichten Ärger in ihm aufsteigen ließ.Latymer spürte sein Unbehagen, als er ihn in den Augenblicken vor Beginn des Treffens kurz beobachtete. Zwischen Gardiner und ihm hatte immer eine entkrampfte Vertraulichkeit bestanden, und er sympathisierte nun mit Gardiners Mißfallen an dem Fremden. Zugleich wurde ihm jedoch auch bewußt, daß sich zwischen ihnen seit kurzem eine gewisse Fremdheit breitgemacht hatte. Seit den Landungen in der Normandie hatte er Gardiner nur zweimal gesehen, und bei beiden Gelegenheiten hatte er nicht umhin gekonnt, eine Art Kälte sich in diesem Manne ausbreiten zu sehen, so daß ihm ihre übliche lockere Kameradschaftlichkeit und ihr vertrauter Umgangston zunehmend weniger leichtfielen.Latymer nahm an, daß dies mit der unmenschlichen Härte zu tun hatte, zu der sich Widerstandsgruppen wie die Gardiners in Rouen, die >Ilium<-Gruppe, seit der Invasion bemüßigt sahen.Latymer war fast ebensolange Kenneth Aubreys Stellvertreter in der Sektion F im Baker-Street-Büro der SOE gewesen, wie Gardiner die Widerstandsgruppe in Rouen geleitet hatte. Er war an das etwas prekäre Verhältnis zwischen MI 6 und SOE eher gewöhnt. Dennoch spürte er mit größerer