Bővebb ismertető
Einleitung
Wie ich dan^u kxim, meine Memoiren schreiben
Eines Abends unterhielt man sich bei Madame de S. über die verschiedenen Vorzüge der Religionen, und als ich gebeten wurde, meine Ansicht zu äußern, erklärte ich kurz, daß ich der jüdischen ReUgion den Vorzug geben würde. Der protestantischen gestand ich den zweiten Platz zu, während ich die katholische erst an letzter Stelle nannte.
»Monsieur Vollard, würden Sie uns bitte Ihre Gründe nennen?« verlangte die Hausfrau.
Worauf ich erwiderte:
» Madame, ich stamme aus einem Lande, wo die Leute eine schreckliche Abscheu vor Zugluft haben. In den Synagogen behält man den Hut auf; die protestantischen Kirchen, in denen es rücht üblich ist, eine Kopfbedeckung zu tragen, sind wenigstens ordentlich geheizt. Aber in den katholischen Kirchen ist man unter eisigen Wölbungen unbedeckt jeder Zugluft ausgesetzt.«
»Bei Ihrer besonderen Art, die Dinge zu betrachten, sollten Sie Ihre Memoiren schreiben«, versetzte die Hausfrau. »Sie würden bestimmt rucht langweilig sein.«
Dieser Vorschlag brachte uns alle zum Lachen.
Zufällig besuchte mich einige Tage später der Vertreter einer bedeutenden Agentur aus den USA, ein Mister A.W. Bradley, der mir vorschlug, meine Erinnerungen herauszugeben. Obwohl geschmeichelt, protestierte ich, da ich nicht einsehen konnte, inwiefern ein Bericht über Dinge, die ich gesehen und gehört hatte, interessieren würde. Ich verbarg auch nicht, daß ich sehr schwerfällig und folglich sehr langsam schrieb.
»Nun, wir werden Ihnen die nötige Zeit lassen.«