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Vorwort
Vorwort
Die Lehre von der Herkunft des Wortes
Haben Sie sich nicht auch schon einmal gefragt, warum „Balkon" eigentlich Balkon heißt? Oder in welchem Zusammenhang „organisieren" imd „Organ" stehen? Wissen Sie, dass „Ostern" eigentlich das Fest der germanischen Göttin des Lichts ist? Und wer stand für den Namen „Ozean" Pate?
Viele Wörter, die wir tagtäglich gebrauchen, haben einen höchst interessanten Ursprung. Nicht selten verbergen sich auch reizvolle Geschichten dahinter. Zahlreiche Ausdrücke, die wir irrtümlich unserer Muttersprache zuordnen, sind in Wahrheh Fremdwörter. Damit sind nicht nur die zunehmenden Anglizismen gemeint, sondern vor allem Begriffe aus dem Lateinischen und Griechischen. Sie werden tagein tagaus mit solcher Selbstverständlichkeit benutzt, dass sich kaum jemand die Frage nach ihrem Ursprung stellt.
Eine Ausnahme sind höchstens Fachbegriffe aus Medizin und Technik. Wissen Sie, dass sich hinter dem so innovativ klingenden „digital" ein lateinisches Wort, das grob übersetzt „mit den Fingern rechnen" bedeutet, versteckt? Die Grenze zwischen Fremdwort und deutschem Wort wird fließender. Deshalb wäre es gut zu wissen, worin sich eine dezidierte von einer ordinären Meinung unterscheidet.
hn Laufe der Zeit unterlagen Wörter nicht selten einem drastischen Bedeutungswandel. Die Etymologie, die Wissenschaft von der Herkunft, Geschichte imd Grundbedeutung der Wörter, verfolgt ihren Weg zurück in die Vergangenheit bis zum Ursprung der Begriffe. Sie zeigt, welchen Einflüssen und Wandlungen Wörter nach Jahr und Tag ausgesetzt waren.