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Der unzureichende Lampenschirm
Eines Nachts - sie war vier und schlief in der unteren Koje ihres Stockbettes - wachte Ruth Cole von leidenschaftlichem Stöhnen auf, das aus dem Schlafzimmer ihrer Eltern kam. Ruth hatte noch nie solche Geräusche gehört. Vor kurzem hatte sie eine Magengrippe gehabt, und als sie ihre Mutter das erste Mal mit einem Mann im Bett hörte, glaubte sie, diese würde sich erbrechen.
Ihre Eltern hatten nicht einfach getrennte Schlafzimmer; in diesem Sommer wohnten sie sogar getrennt, auch wenn Ruth das andere Haus nie zu Gesicht bekam. Ihr Vater und ihre Mutter übernachteten abwechselnd bei ihr zu Hause, und in der Nähe hatten sie ein Ausweichquartier gemietet, in dem sich jeweils der Elternteil aufhielt, der nicht bei Ruth war. Es handelte sich um eines jener unsinnigen Arrangements von Ehepaaren, die sich trennen wollen, aber noch nicht geschieden sind, und die sich einreden, mit etwas gutem Willen statt gegenseitiger Schuldzuweisungen müsse es doch möglich sein, sich Kinder und Eigentum zu teilen.
Als Ruth beim Aufwachen diese fremdartigen Geräusche hörte, war sie zunächst nicht sicher, wer sich erbrach, ihre Mutter oder ihr Vater; dann erkannte sie, trotz der ungewohnten Störung, den vertrauten melancholischen und leicht hysterischen Unterton, der häufig in der Stimme ihrer Mutter mitschwang. Außerdem fiel ihr ein, daß heute ihre Mutter bei ihr übernachtete.
Das große Bad lag zwischen Ruths Zimmer und dem Elternschlafzimmer, und als die Vierjährige barfuß hindurchtappte.